i6 Einleitung
Einlei- Wachsthum an sich selbst bctrift, ss ist dieses ziem-t»mg. lich ungleich/ und noch nicht recht beobachtet worden.
Man weiß zum Erempcl / wie viel Zeit jungeSetzlinge in den Teichen gebrauchen, eine beliebigeGröße zu erhalten / und vielleicht geht der ersteWuchs schnell, der folgende aber nachher langsamvon statten/ denn cs ist bekannt, daß viele Fischeim Anfänge in einem Jahre ziemlich groß wurden,hernach aber in zehen bis zwanzig Jahren nicht son-derlich Zunahmen. Da man nun Manchmalvon der nämlichen Art alte Fische von ganz ungewöhn,lichcr Größe findet, so hat man daraus einen wahr-scheinlichen Maaöstab auf ihr Alter ziehen wollen.
Mer. Der .Herr Steller giebt zwar viele, aber oftsehr zweifelhafte Merkmale von dem Alter der Fischean. Wenn es aber, wie wir Key den Schuppenangcmcrkt haben, seine Richtigkeit hat, daß sich je-des Jahr eine neue Haut auf jede Schuppe airsetztund sie also verdickt, so dürfte Man nur eine Schup-pe unter einem Vergrößcrungsglase untersuchen/und die angelegter» Blatterchen derselben zählen, sowürde man die Zahl der Jahre finden. Wenigstenserzählt der Herr von Bufson daß der Graf vonKIaurepa8 auf seinem Landguthe koMckmrtramKarpfen hatte, von welchen man zuverläßig wüste,daß sie hundert und fünfzig Jahre alt waren, undwir erinnern uns in denEphemcriden der d «arur-forscher Nachrichten von einem Hechte in rvsir-tembcrgischen Weihern gelesen zu haben, aus des-sen an den Flossen angehängten kupfernen Riuge urideingegrabcner Jahrzahl crhcllcte, baß er über drey-hundert Jahre alt seyn müßte.
Es mag nun übrigens dieser Umstand vergrös-sert seyn oder nicht, so ist doch allemal wahrschein-lich, daß die Fische, mehr gesund, weniger krank/besser in ihrem Elemente verwahret, und nicht ss
vielen