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ich doch versichern, daß ich noch mehr Zeit und Arbeit angewen-det habe, Alles zu erfahren, was geschehen ist, um einen Theilder riesengroßen Schuld abzutragen.
Siehe diese wenigen Blätter! Sie enthaltenAlles, was die öffentliche Liebe in allen christ-lichen Ländern an den Blöden gethan hat. Und unterdiesen Wenigen wie viel Unbedeutendes!
Aber warum, fragt man mich, auch das Unbedeutende er-zählen? Darum, daß allen Lesern ihr Gewissen sagen möge:„Konnte der Verfasser bei allen seinen Nachforschungen nichtmehr und nicht Bedeutenderes von der Fürsorge für die Blödenberichten; wahrlich, so ist es die höchste Zeit, mitzuhelfen, daßmehrere Thaten geschehen, und solche, die des Erzählenswerth sind! —"
Ich habe nicht bloß die deutschen, sondern alle christlichenLänder in den Kreis meiner Berichterstattung hereingezogen.Meine Absicht war eine dreifache. Einerseits wollte ich meinenLandsleuten, die von der Höhe ihrer staatlichen Entwicklung aufdie Zustände einiger christlichen Staaten mit Mitleid hinabsehen,mit Ernst daran erinnern, daß sie, was die Liebe zu den Blö-^ den anbetrifft, mit solchen Staaten auf einer Stufe stehen, mitdenen sie sich sonst nicht gern vergleichen lassen; andererseitsaber wollte ich sie durch das Beispiel einiger anderer Länder,in denen die Sache der Blödsinnigen eine etwas allgemeinereTheilnahme gesunden hat, schamroth machen und sie reizenjenen Vorbildern nachzueifern. Endlich, — und das ist dereigentliche Hauptpunkt, — wollte ich das Bewußtsein wecken,daß die Theilnahmlosigkeit und Hartherzigkeit gegen die Blödennicht bloß einem oder dem andern Stande und Volke dasGewissen belastet; sondern daß sie, wie ein drückender Alb, wieein ungebrochener Bann, auf der ganzen christlichen Gemein-schaft liegt. Sie ist, um mich kurz auszudrücken, nicht ein bloßsporadisches, sie ist ein endemisches Uebel. Ist dies ein-mal zum Bewußtsein gekommen; so ist es dem Gewissen auchoffenbar, daß, wenn der allgemeine Bann gebrochen werdensoll, die Liebe ihre Kräfte nicht doppelt, sondern zehnfach an-strengen muß. Mit der gewöhnlichen Anstrengung