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2) Die HcilcnistaU des Iw. Erlenmeyer zu Bend»rf bei Coblenz. —
Ile. Brvsius.
vr. Erlenmeper zu Bendorf verband 1848 mit seinerHeilanstalt für Gemüthö-, Hirn- und Rückenmarks-Kranke eineHeilanstalt für Blödsinnige, die anfangs für 12 Pfleglinge be-stimmt war, fetzt einige mehr anfnehmen kann.
Die Berichte pflegt vr. E. selbst in der preußischen Vereins-zeitung zu veröffentlichen. Aus dem von 1851 möge das Wesent-liche hier Platz finden. Die Zahl der Pfleglinge betrug 12, vondiesen litten 6 im höchsten, 3 im Mittlern, 3 im geringsten Gradean Blödsinn. Von den Sprachlosen lernten zwei sprechen, vonden Blöden 2. Grades hat sich bei zweien die Sprache sehrgut entwickelt, von denen 3. Grades wurde ein Mädchen zurElementarschule entlassen.
Höchster Grad des Blödsinns. E., 10 Jahr alt,spricht nach 14monatlichcr Behandlung die meisten ein- undzweisilbigen Wörter, kennt sämmtliche Buchstaben des kleinendeutschen Alphabets, kann einzelne Buchstaben schreiben, mitziemlicher Sicherheit von 1—19 zählen. Auf den Bildertafelnzeigt und nennt er alle bekannte Gegenstände, lieber M., ein8jährigeS Mädchen, lautet der Bericht ähnlich. Sie spielt nochetwas Klavier.
Mittlerer Grad des BlödsinuS. T., 18 I., inFolge von Epilepsie körperlich sehr zurückgeblieben. Früher be-ständig in einem halb soporösen Zustande, kennt er jetzt alleBuchstaben und liest kleine Sähe. Die Sprache ist gut ent-wickelt, er schreibt alle Buchstaben, zählt und addirt, spielt vor-trefflick Domino und unterscheidet die Farben.
Geringster Grad des BlödsinuS. M., 13 Jahr alt,in Folge einer Gehirnentzündung blödsinnig geworden. Erliest geläufig, doch ohne richtige Betonung, schreibt eine guteHand und selbst kleine Briefe an seine Eltern, er addirt viel-stellige Zahlen schriftlich, kann daS kleine Einmaleins, zeichnetgeradlinige Figuren, singt mit richtiger Melodie viele Lieder,sobald man ihm den Tcrt vorsagt, mehrere spielt er nach dem