Meine Worte werden nicht in jenem Lande gehört; sonstwürde ich ihm zurnfen: „Wache auf, der dn schläfst, undstehe auf von den Todten!"
4. Die nordischen Reiche Dänemark, Norwegen, Rußland.
a. Dänemark besaß schon 1832 eine, freilich sehr unvoll-ständige Statistik seiner Blöden. Von 1839 — 41 veranstaltete1)r. Hubert; mit Hülfe der Geistlichen eine neue Zählung.Sie ergab 1269 solcher Unglücklichen, 681 männl., 588 weibl.Geschlechts, davon 344 unter 20 Jahren, die bei weitem meistenauö den ärmeren Klassen. — Die letzte, vollständigste Zählungist aus dem Jahre 1847, deren Resultat vom statistischen Bureauin Kopenhagen, ebenfalls durch I0r. Hübertz, veröffentlichtist. Die Bevölkerung Dänemarks betrug 1,391,967 Seele».Unter diesen fanden sich 1995 Idioten, (d. h. nach H.'s Sprach-gebrauch blödsinnig Geborene, oder in den ersten Lebensjahrenblöde Gewordene) und zwar 1066 männl., 929 weibl. Ge-schlechts. 295 aus den Städten, 1700 vom Lande. Eine nichtgeringe Anzahl von ihnen hatte den Charakter des Kretinis-mus. Als eine Ursache der Idiotie nennt auch Dr. H. denD r a n n twei n.
Von den 2000 Idioten Dänemarks befindet sich etwa dieHälfte unter einigermaßen genügender Aufsicht, thcils in Irren-anstalten, z. B. in B idstr up gaarv, in Vcrsorgungs- undArmenhäusern, Hospitälern, Privatpensioncn oder unter derAufsicht besonderer Wärter. Aus den Städten ist auf dieseWeise für 153, von denen vom Lande für 858 Idioten gesorgt ;die Koste» für die erster» betragen 9034 Thlr. dänisch (einRcichSbankthaler — 22'/, für die letzteren 22,423 Thlr.
Wie durchaus ungenügend auch die Fürsorge für dieBlöden in Dänemark sein mag, so muß doch die Summe von3<,457 Thlr., welche man für dieselben zahlt, meine Landsleutes chamroth machen.