I2Z. Geschlecht. Aalschlangen. 279
Der Herr Gronov gibt folgende Beschreibung Be-von einer solchen Schlange: Der Kopf ist klein, schreib,vorncherschmahl, stumpf zugespitzr, und oben platt,desgleichen auch an den Seiten, aber untenher rund.
Der Kopf ist oben mit ungleichen Schuppen gedeckt,doch in der Mitte stehet man eine große herzförmi-ge. Die Augen sind sehr klein, schwärzlich, undhaben ihreAugenliedcr. Die Nasenlöcher stehen ganzvorne, und sind offen. Der obere Kiefer springetckwas über den untern hervor, die Zahne der beydenKiefer sind ziemlich groß und von gleicher Lange et-was cinwcrks gebogen, und sehr spitzig. DieZunge ist breit, und an der Spitze gespalten,der Körper ist rund, und wird nach dem After zuimmer dicker. Der Schwanz ist hernach etwas dün-ner, und lauft stumpf ab, und da des GronovsExemplar nur drey und vierzig Reihen Schup,pcn umcr dem Schwänze hatte, so war derselbeauch nur halb so lang als der Körper. Die Far-be war aschgrau braun. Das Vaterland ist Eu-ropa.
Von dieser Art aiebt es in Italien solche, diezwcy bis drey Ellen lang sind, und wenn man sicunversehens tritt, so beißen sie einen gleich in dieSchuhe, und geißeln ihren Beleidiger mit ihremlangen Schwänze, jedoch ist ihr Biß weiter nichtschädlich. Sie bringen, gleich den Nattern, le-bendige Jungen zur Welt, und werden auch inArzneycn gebraucht.
16. Der Kurzbüuch ^N^ui8 Ventral.
Wir hatten obenKo. l o. auch schon eine Schlan- ,6.ge unter dem Namen Ventrslis, welche wir Dick- Kurz-bauch nannten; diese also soll Atirzbauch heissen, bauch-denn wenn man bedenkt- daß der Schwanz zweyhun-vert und drey und zwanzig, der Bauch aber nur hun- °