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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
155
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125. Geschlecht. Natter. 155

um sich zusammen schieben zu können. Die Kehlehat in der Lange eine tiefe Grube. Die Farbe istblaßblau oder cisengrau mit braunen Flecken/ untenblaß und an der Schwanzspitze mit dreyen schwär,zcn Ringen gezeichnet. Die Dicke des mittler»

Körpers ist zwcy Zoll / am Halse nur einen halbenZoll, und am Schwänze wie ein Federkiel. DieLänge ist von zwcy Spann bis drcy Schuh. Ob.gleich dieses Thier giftig ist/ so sähe doch HcrrHas-sclquist in Rairo zu verschiedenenmalen / daß dieSchlangcnfanger solche mit der bloßen Hand ausihren Sacken nahmen/ und ohne Scheu und ohne Ge.fahr mit ihnen umgicngen/ welches um so mehrzu verwundern ist/ da sonst alle Thiere ihren gifti-gen Biß sehr fürchten.

Diese Viper / die sich in Egypten aufhalt/ Nutzen,ist die eigentliche/ welche das flüchtige Vipern,Salzzur Arzeney, und das Fleisch als eine Ingredienzzum Thcriak in den Apothecken abgiebt; denn vonder europäischen Natter (Lerus) Ko. ie.soll es eigentlich nicht genommen werden / obgleichbcjagte Art auch zu verschiedenen Euren gebrauchtwird/ welche durchgängig die Vipern-Cur genennetwird, wie wir solches unten an seinem Orte an.zeigen werden.

2? Die Giftschlange. Eoluber ^tropc>8.

Der griechische Name scheinet auf die Schad- 2 .*lichkeit dieser Schlange zu deuten, daher wir sieauch Giftschlange nennen. Sie hat unter dem 'Bauche hundert und ein und dreyßig Schilde, und pos.unter dem Schwänze zwey und zwanzig Schuppen,mithin in allen hundert und drey UNd fünfzig. DerMund ist mit den Giftzähner« Versehen, und dieFarbe der Haut ist grau» und mit braunen Augen,

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