124. Geschlecht. Serventen. 147
von dem Vermögen dieser Schlange hergenommen, c!on-sich also um den Körper anderer Thiere herum zu siriLior.winden und sich zusammen zu drehen, daß ihr Raub ^b.V.gänzlich erdrückt wirb. Wir aber nennen diese'Schlange Ronigsschlange, weil sic den NamenKörung in Holland führt, auch von an?dern vomirm Serpenwm genennt wird, wozunoch ihre beträchtliche Größe, und die Ehrerbietungkommt, welche ihr von den Indianern bezeiget wird.
Sic hat nämlich am Bauche zwcyhundcrt und vierzig,und am Schwänze sechzig, in allem also drcyhundcrtSchilde, und ist die nämliche, davon wir in der Ein?lcitung zu dieser zweyten Ordnung erwähnet haben, cS.kzo.daß sic auch junge indianische Büffelochsen undHu sche oder Rehe anfalle, solche crdroßle und ein»schlucke. So unglaublich dieses auch jemanden Vor-kommen mögte, so wird es doch durch manche Be-richte bestättigt, und die Möglichkeit läßt sich auchaus der Größe dieser Schlange schließen, denn essind in den Cabinetten genug Häute vorhanden, dieüber zwanzig und dreyßig Schuh lang sind, Sie istaußerdem unvergleichlich schön gezeichnet, und siehtdieser bcyden Ursachen halben bey den Indianern iflgroßer Achtung, daher sie auch bey den Japanern,Gchlangenkonig; in Senegal!, Riesenschlan-ge; in Mexico, das Oberhaupt von OuLciLlLjaru;von andern Indianern, LojZuucu; von den por»rugiesen, Lobra ckd Veallo; in Ceylon,cunckla; in Mcstindien, 6ido^a oderund bey den Schriftstellern, Büstelschlange ge-nennt wird. So viel ist richtig, daß die 177eger ihrals einem Abgott göttliche Ehre erweisen, und sie ger-be*), um, und in ihren Häusern haben, denn siebeft-adigt nicht nur keinen Menschen, wenn man sienicht zornig macht, sondern reinigt auch die Häuservom Ungeziefer, und wie sie gänzlich ohne Gift ist, sokann auch ihr Biß an und vor sich nicht tödlich seyn,
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