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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
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i4o Dn'tte Cl. ^.Ord. SchleichendeAmph.

Zähne, als diezwey obern Kmnds, oder Giftzähne, vor,Händen, weiche sehr scharf zugespitzt, etwas krumm,und im Z hnflei'che verborgen sind. Die Zunge en-diget sch m zwey sehr feinen Spitzen. Der Körperist bey de.sen Anfang dünner als der Kopf, wird aberweiter hi -unter so breit als derselbe. Die Schup,pen des obern Körpers sind klein, oval und glänzendglatt. Der Schwanz ist sehr kurz, und hat etwanoch siebenzehn kleine Schilde, und übrigens Schup«pen. Wir best en eine, die dreyvicrtcl Zoll dick undeinen und einen halben Schuh lang ist, aber an derKlapper nur vier Gelenke oder Blasen hat. Wirfanden aber in Sc p. rersburet eine, welche einenhalben Schuh dick war und über zwanzig Blasen ander Klapper hatte. Die Lange aber konnten wirnicht messen, da sie gebogen in einem Glast mit Spi-ritus stand, doch deuchre sc uns gegen fünf Schuhzu scyn. Ans diesem Verhaltniß mit unfernkleinem Exemplar sollte man fast glauben, daß dieAnzahl der Gelenke in der Klapper von dem Alterabhange. Wie denn auch Srba ein Exemplar miteinem einzigen Gelenke in der Klapper hakte, welchesnur einen Schuh lang war, woraus sich zu,gleich schließen laßt, wie viel Jahre eine solcheSchlange braucht, um ein, zwcy, drey oder mehre-re Ellen lang zu werden. Das Vaterland isi Ame«rica, und man bringt sic öfters von da lebendig nachEuropa, wenigstens hat man sie aus Caro-lina nach Londen gebracht, und daselbst bey neunMonate im Leben erhalten, ohne daß man wahrqe-yommeu hatte, was in der Zeit ihre Nahrung mög-te gewesen seyn. Es ist eine allgemeine Rede, daßdiese Schlangen die Vögel, Eichhörnchen und andc,re Thiere mit ihren Augen dergestalt bezaubern, daß sieihnen selbst in das Maul fallen und zum Raube wer-den; allein es ist zu vermuthen, daß besagte Thie-rs, si> bald sie diese Schlange ansichtig werden, ent-weder