12 z. Geschlecht. Klapperschlangen. iZ 5
dann bringt er die Art, welche er nach dem lin-neisrben System bestimmen will, heraus. Ausdiesem Grunde hat der Rirrer nicht nur überall dieZahl der Bauchschilde, nebst der Zahl der Schwanz»schilde oder Schlippen oder Ringe angegeben, son»bern auch jeder Art die ganze Summa vorgesetzt, wel»che etwa überhaupt an selbiger mögte gezählt werden.
Endlich was die Schwanzklapper bctrift, die Klappe*an diesem Geschlechts ein besonderes Merkmal ab»gicbt, so besteht solche in etlichen durchsichtigen Per,gement- oder hornartigen Blasen, die kurz und breitsind, glicderweise an der Schwanzspitzc aneinanderhangen, und je langer je spitziger oder schmäler zu-sammen laufen. Mit diesen Blasen geben sie einGci au che von sich gleich einer Klapper oder Rattel,indem sie selbige durch den Schwanz schütteln undrütteln, welches einen etwas feinem Ton giebt,als ob man eine Blase mit Erbsen schleuderte.
Die Anzahl der Glieder dieser Klapper ist unbe-stimmt, und nach den Berichten der Indianer sol-len diese Schlangen alle Jahr ein neues Glied an derKlapper ansctzen. Da man nun in vorigen ZeitenKlappern mit zwanzig, drcyßig, ja vierzig Gelenkengefunden, so wäre daraus zu schließen, daß dieSchlangen auch so viel Jahre alt wären gewesen;allein man findet auch grosse Rattclschlangen mit we-nig Gelenken an der Rattel, und überhaupt tristman heut zu Tage kaum eine mit zwanzig Gelenken an.
Dieses nun wäre genug von den Kennzeichendes ganzen Geschlechts, und wir könnten jetzo zur Be,schreibung der Arten übergehen, wenn wir nicht nocheins und anders von ihrer gemeinschaftlichen Lebens-art anzuführen hätten.