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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
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I2O. Geschlecht. Frösche- zz

die Eyerschnur des Laichs hcrauSzieht, daher manim Scherz wohl sagen mag, daß das Männchen derWeibchens Geburtshelfer sey. Wahrend dieserZeit aber macht das Männchen die Eyer zugleichmit seinem Saamen fruchtbar. Da es aber keineordentliche äußerliche Ruthe hat, soistzuvermu,then, daß die Daumwarzen die Stelle vertreten, undvielleicht den befruchteten Saamen auösprützen. Die,scs Geschäfte wird, da es Land, und Wasser-krören, deßgleichen auch Land- und wasserfrö,sche gicbt, sowohl im trockenen als im Morastund in Teichen verrichtet, wo man dieses Laich inKetten, Fäden oder bereits zusammen gebackenenKlumpen findet.

Die Eyer dieser Thiere werden in dreyen Ta, Entwisgen langlicht, scheiden sich in acht Tage von der Kette ckelung.und von dem Schleim, da man bereits Kopf, Au-gen und Schwanz unterscheiden kann. Etliche Tageweiter nimmt man am Kopfe gewisse Fortsätze wieFlossen war, die fich in vierzehn Tagen verlieren,da denn statt deren der Rücken gleichsam mit einerdurchgängigen Flosse besetzt wird, und die Gestalteines Fischlcins herauskommt, welches dickleibig,dünnschwänzig und schwarzfärbig ist.

Nach Verlauf eines Vierteljahrs zeigen fich die Nex,Hinterfüße, und hernach auch die Vördcrfüße, und wand,endlich wird aus einem Fischlcin ein kriechendes Thier, lung.der Schwan; aber, den vorher hatte, wird klei-ner , und fällt ab, und alsdann sucht das Jungeaus dem Wasser an das Land zu kommen. Diesesist die kurze Geschichte der Entwickelung dieser Thie-re, welche mit einiger Veränderung geschwinderoder langsamer bey einer und andern Art von stat,ten gehet, welches alles bey dem Rösel außführli,cher zu lesen ist. Um aber das obige ein wenig zubeleuchten, so wollen wir nur die Figuren der vicr-

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