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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
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52 Dritte Cl. l. Ord Kriechende Amphib.

Nah- Die Nahrung der Kröten bestehet in Würmern,

rung. kriechendenInsectcn und SchlammschncckcnohneHaus,nach Gelegenheit ihres Vaterlandes und vermuthlichauch ihrer Größe; denn man findet einige, die nichtgrößer als ein Thalcr werden, und an der Küste vonGuinea hat man sie in der Größe eines Tellers,ja cs sind sogar in Deutschland Beyspiele von un-geheuren großen Kröten bekannt. Daß aber auchdie Kröten ohne einem andern Futter, bloß von derFeuchtigkeit leben können, solches bcstättigcn nichtnur die Kellerkrötcn, (wie wir denn selbst eine Krötezwey Jahre lang in einem leeren Gefäße im Kellerbey jeden erhalten haben;) sondern auch die Exem-pel derjenigen, welche in Steinen verwachsen waren,und bey Zerschlagung des Steins annoch lebendiggefunden wurden, (so wie etwa die Pholaden oderVohrmuscheln in Steinen und andern Massen ste-cken). Sonst sind von diesen Thiercn vielerlei) Fa-beln bekannt, worunter auch die gehört, daß dieSpinnen ihre Feinde scyn, und sie kodt stechen sollen;allein, wir halten uns mit dem Fabelhaften in unse-rer Beschreibung gar nicht auf, und wollen jetzo nurnoch von ihrer Begattung reden.

Be§at- Was denn die Begattung derselben betrift,

tung' so bespringt das Männchen das Weibchen, undumarmet es, bringt aber die Vörderfüße, ihrerKürze halben, bey der Umarmung nicht weiter alsan die Seiten der Brust des Weibchens, dahin-gegen die Frösche ihre Vörderhände übereinanderschlagen,und dasWeibchen also fest umschlingen können.

Bey dieser Stellung ist das Weibchen in Be-reitschaft, ihre Eyer, welche nackigt sind, und ineiner Kette von Froschlaich, wie ein geknüpfter Fa-den, aneinander hangen, von sich zu lassen, dadenn das Männchen mit den Hinderfüßcn an denAfter des Weibchens druckt, gnd mir den Zähen