IOZ. Geschleckt. Berghühner. 481
kleinen Auerhahn genennet hat, so reimet es sich ,zu dieser Art ganz wohl. Bey den Deutschen hatdie Benennung Birkhuhn die Oberhand, da die.ser Vogel in den nordischen Birkenwäldern häufigund dahero in Rußland im größtem Ueberfluße ist;wiewohl er auch Brummhahn genennet wird,weil das erhitzte Männchen in den Feldern mit sei-nem aufgerichtcten Schwänze und geschwollenen Au-genliedcrn brummend herumstreicht, und sich mit ei-nem zischenden Ton hören laßct, so wie man aucheinen Reitochsen darum den Brummochsen zunennen pflegt. Französisch heißt er wie der Auer-hahn 6e Lru^ere; englisch: Heatk Lock,oder Heidehahn, weil er sich auf den Heidefeldernaufhält, da denn das Männchen besonders: Lluck-Lame, das ist: Schwarzwild, und das Weib»chen: das ist: Grauwild, beydes
der Farbe halben, genennet wird ; holländisch:LirkiiLLir, und korkoen.
Das Männchen ist so groß wie ein zahmerHahn, schwärzlicht violet; das Weibchen ist wie einkleines Huhn, röthlicht mit schwarzen Ouerbändern.Die kleinen Schwingfedern sind weiß, an den Spi-tzen braun, und mit einem weißen Rande eingefaßt.An den Schultern befindet sich ein weißer Flecken,der Schwanz ist gabelförmig, und besteht aus acht-zehn Ruderfedern.
. ^le legen ihre Eyer in dem Gebüsche, gehendes Morgens auf die Heiden und Felder, und bege-hn sich des Nachts wieder in die Wälder, verkrie-chen sich dcs Winkers im Schnee, leben theils vonBmccten, theils von Wald-und Wacholderbeeren,Laub von Pappeln und Weiden, und den Knospenkenbaume. Mit eben diesem Futter ziehetx Äungen in den nordischen ländern
auf; denn ob sie gleich von Natur wild sind, so läßtLinne II. Theil, H h man