Anato-
mische
Anmerk
96 Zweyte Cl. i.Ordn. Habichte.
Bey der Oefnung des Bauchs fand sich zuersteine sehr große Menge Fett, der Magen war stü,hart und runzlicht, in demselben stack eine gemeineRatze/ und ein Vogel mit seinen Federn, beyde halbverzehret. Die Rnckdrüse war langlicht. Die in-nere Magenhaut ließ sich gemächlich absondcrn. C,'yEallcnblasengang senkte sich in den Zwölffingcr,darin; bey demRückdrüsengange aber wurde die Gal-lenblase selbst nicht gefunden. Man entdeckte zweyblinde Därme. Die Länge aller Darmcr war eineElle/ und das Ende derselben war wie ein Sackerweitert. Die Figur des Herzens war lanqlicht,es hatte zwey Kammern und saß in einem Sacke,welcher das Zwergfell ausmachte. Etwas niedrigerfand sich die Leber mit zweyen großen Lappen, zurSeite aber zeigte sich noch ein rot her Lappe, wel-cher an einer Faser hicng, und von dem Herrn Mu-ralr für das Milz gehalten wurde. Die Saamen,gcfäße entsprungen zu beyden Seiten aus den gros,sen Pulsadern, und giengen gerade nach den Sau-menbehältern; (indem es ein Männchen war) die,se hiengen frey, (jedoch inwendig, denn die Vögelhaben keine eigentlichen äußerlichen Hoden) undwaren mit einer lcimigtcn Feuchtigkeit anqefüllet.Unterhalb diesen Saamenbehältern lagen die Nie-ren, unter dem Häutchen, welches den Bauch um-kleidet, und zwar in der Höhlung von den Üucr-fortsätzen der Lendenwirbel. Von da an breiteten !sich die Harngänge nach dem breiten Theile der Bau-ches aus. Die Luftröhre war durch besondere Mus-keln befestiget, welche unter den Acften der Luft-röhre ihren Ursprung nahmen, und sich bis in die >Seiten der Brust erstreckten. Die Zunge war vor-nen fleischicht, doch an der Wurzel hart, und faßbeinigt. Die Oefnung der Luftröhre, hinter wel-cher sich einige Wärzgen zeigten, wie auch die Oef-nung der Speiseröhre waren beyde sehr weit. Die
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