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Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
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42. Geschlecht. Falken.

6. Der Isländische Falke.

Wie die meisten Falken aus den nordischen <zTbeilen von Europa kommen, also sind auch sclbi- Islamg-°vorzüglich zu merken. Es reisen nämlich jährlich Milcheeinige Halkonierer mit Erlaubniß des Königs vonDänemark nach Torwegen, halten sich alldaetwa einen Monat lang in den Gebürgcn auf, undfangen die Falken durch eine Taube, unter einemNetze; denn wenn die Falken auf die Taube herun-ter fallen, um sie zu rauben, so wird das Netz zuge-schlagen. Besonders aber wird dieser Fang in Iß'land angestellet, und man schicket jährlich ein Schisdabin, um die Falken allda abzuhohlen. Auf demSchiffe sitzet jeder Falke innerhalb einen Rahmen,der durch gespannte Stricke in die Länge und Querebefestigt und von den andern Nahmen abgesondert,auch mit Moeß und überdecktem Tuche wohl ver-wahret ist Dieses Schis wird besonders mit demnöthigcn Fleische und lebendigem Vieh zum Fritterfür die Falken versehen, und bcy der Zurückkunfteines solchen Schiss bezahlet der König für jedengrauen Falken fünf, für einen bunten zehn, undfür einen weißen fünfzehn Rthl. Dasjenige Schis,welches den «. Sept? >7t4. in Coppcnhagcn an-kam, brachte hundert uud acht und vierzig Falkenmit, worunter sich zwölf weiße befanden.

Diese Falken werden abgerichlcr, mit einerHaube verdeckt, von dem Jager auf der Hand, oderan einem Wurfciemcn gehalten, und also mehren»theils auf Rcigcr und Kraniche, zuweilen auch aufandere kleine Geflügel abgeschickt, welches sie auseiner Höhe, die das Auge fast nicht mehr sichet,aus der Luft herunter stoffen, und sodann wieder her-unter kommen, und sich ganz zahm wieder auf dieHand des Falkoniers hinsetzen. Sie sind von an-dern Falken nur dem Vaterlande und der Geleh-rigkeit nach unterschieden.

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