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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
473
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z 6 . Geschlecht. Das Nashorn. 47z

sich vo ncinem geschätzten Freunde vernommen, so ha- 2.ben die Männchen jwcy Hörner, und die Weibchen ?wey-

. M!.

Jn unserer Beschreibung des Nashorns in denKnorrischcnOelicüs ToleHL.l'ud. X.Xl. ha-ben wir unter andern behauptet, daß die Hörner Fort-sätze des Nasenbeins wären. Hierwider wurde unsvon einem hochgeschätzten Gönner ein Zweifel erre-get; wir wollen also den Satz erläutern.

Alle Hörner in dem Thierrciche sind knochichteFortsätze, cs scy des Stirn-Nasen-oder Gehirnbeins,sonst hätten die Thiere nicht die geringste Kraft in sel-bigen , und die Hörner würden mit der Haut hin undher schleudern; der Unterschied aber bestehet darinne,daß bey einigen Thieren der knochichte Fortsatz bloßhcrauswächst, ohne mit einer Haut umgeben zu seyn,wie bey dem HirsäbIestHletHr, deren Hörner festund dicht sind. Bey andern aber sind stc mit derHaut überwachsen, da denn der knochichte Fortsatzdas Mark gencnnet wird, welche nicht so dicht, son-dern schwammicht ist, wie bey dem Geschlechts derAl'ibe und Ziegen. Die Haut aber, die denknochichtcn oder markichtcn Fortsatz gleich einem Fut-teral umschließet, wird dick und hart, und bekommtalsdann im eigentlichen Verstände den Namen einesHorns, und ist also nicht für das knochichte Wesenselber zu halten.

Nun ist zwar gewiß, daß die Hörner des Nas-horns ein eigentliches Horn sind, welches aus derHaut entstanden ist. Es ist aber nicht minder rich-tig, daß das Nasenbein des Rhinoceros ein oder zwcyknochichte Erhöhungen habe, über welche die HautGg ; hinan