zö.Geschlecht. Das Nashorn- 471
schwachen Gesicht des Thieres zu Hülfe zu kommen, i.wenn cs seine Speise suchen will. Es hält sich in Tinhor-Asrica häufig auf, man findet es aber nicht minder ''M,in dem Reiche des grossen Mogols, in BenAalen,in der LhineftseHen Provinz (^uangli, und auf den'"indianischen Inseln, Borneo, Sumatra undJava. Dieses Thier ist sehr gefräßig. Wir sahen,daß es in einer Grunde zwey Tragkörbe voll gelbenund weissen Rüben verzchrete/welche ein Wärter ihmzu ganzen Händen voll in den aufgesperrten Rachenvom weiten hinein warf, um nicht durch die Gefrästsigkeit dieses Thieres bey der Hand ertappet zu wer-den; denn eben dieses Thier ergrif den Hut eines ihmzu nahe gekommenen Knaben, und fraß ihn in einemAugenblicke auf. In der Wildniß leben sie von ei-nem dornichten Gesträuche, das sie ohne Beschädi-gung mit Begierde essen, und wo sie dergleichen nichtantreffen, rücken sie mit ihrem Horn die Bäume mitden Wurzeln heraus, um theilö die Wurzeln, theilSdie Krone und die Acstc der Bäume zu fressen. IhreZunge ist so rauh als eine Hechel. Sie sind nichtwütend gegen Menschen, als wenn man sie reitzet.
Mit den Elephanten aber haben sie immer blutigeund grausame Gefechte.
Was nun das Horn bctrift, das sie auf der Horn.Nase führen, so war dasjenige, welches wir an demlebendigen Thiere sahen, einem Kegel in Gestalt einesgrossen umgestürzten Pokals gleich : es hatte aberkeine Spitze, indem cs quer abgeschnitten zu scynschiene, welches durch das beständige Reiben undWelzen verursacht worden, womit das Thier in seinemGcfängniß die Brcler und Wände zu zerbrechen,und loßzureiffen trachtete. Eine Menge Hörner aber,die wir in Cabinetten gesehen haben, sind lang , et-was gekrümmet, und ziemlich spitzig ; daö gröste,welches wir sahen, war fast zwey Schuh lang, undGg r befindet