470 Erste Cl.vi. Ordn- Th. mit Pferdegeb.
». noceros; wenn es aber in den Psalmen und beymEinhor- ^esaias gefunden wird, ist cs llnieorm8 übersetzt,vmcsr- Es mag seyn, daß man unter der Benennung Ein-nk. Horn , in so weit cs ein Landthier seyn soll, auf die-ses Thier gezielet, und daß daher das wahrscheinlich- fabelhafte Einhorn entstanden ist. So viel istgewiß, daß man bis diese Stunde kein solches ein-hörnigcö vierfüßiges Thier gefunden, dergleichen unsdie Mahler abbildcn. Es hat aber der Rhinoce«ros wirklich ein einziges Horn, das jedoch nicht obenauf dem Kopfe, noch weniger vor der Stirn , son-dern auf dem Nasenbeine sitzet.^b. XXXck.üg. i.r.
Gestalt. ^ hat fast die Lange eines Elephanten, aber bcyweitem nicht die Höhe, dennoch ist es schwer und di-cke , stehet aber niedrig auf den Füssen. Die Hautdieses Thicres ist merkwürdig; sie ist fast noch halbso groß und geraumlich, als der Körper, und liegtdahcro mit weiten Falten an verschiedenen Orten,als hinter dem Halse, an den Schultern, und beyden Hüften fast eine Handbreit über einander gescho-ben, und hangt wieder bey den Füssen als eine De,ckc herunter. Die Dicke derselben, welche über ei-nen Zoll ausmacht, deßgleichen ihre Harte, giebt die-sen häutigen Lappen das Ansehen, als ob es Panzerund Schilde wären, wie denn auch weder Lanze nochKugel durchdringen. Die Farbe ist schmutzig asch-grau oder schwärzlicht und erdfarbig, doch unter denFalten röthlicht. Die Haut hat keine Haare, son-dern rauhe Ritzen, Borsten und Striche, als ob sieübers Kreutz und in die Quere mit einem Messer ge-kcrbet wäre. Der Schwanz ist etwas haaricht,kurz und nach Verhältniß sehr dünne. Die Ohrenstunden an dem Exemplar, das wir vor etlichen Jah-ren lebendig gesehen haben, steil in die Höhe, undwaren groß, die Augen lagen sehr nahe bey der Na-se, und ungewöhnlich niedrig, vermuthlich um dem
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