466 Erste Cl. VI. Ordn. Th. mit Pferdegeb.
Die Farbe ist Aschgrau, und hat um die Schul«Muscus tern einen gelben Strich. Die Füsse sind schwarz,lai'acn. iior den Vörderknien ist ein weißer Flecken. An' den Seiten des Mauls und über der Nase befindensich Erhöhungen. Oben hat es vier, unten sechsSchneidezähue. Die Borsten sind steif, oben aufdem Rücken fünf Zoll lang, nach unten zu aber kurz.Zwischen den Ohren sitzt ein ganzer Büschel schwar-zer Borsten. Die Ohren sind zwey und einen hal-ben Zoll lang, die Augen klein. Es ist gak keinSchwanz vorhanden, ein Umstand, der sich auch bcyden Ochsen findet, davon etliche Arten Schwänze ha-ben, andere aber nicht.
Das merkwürdigste ist, daß sich mitten aufdein Rücken / etwas nach dem After zu , ein wieein Nabel gebildeter Auswachs oder Sackgen befin-det, ivsrinnen sich eine gewisse Feuchtigkeit absondert,die heftig stinkt, und die sogleich, wenn das Thiergefallet ist, ausgeschnitten werden muß, weil sonstdas Fleisch innerhalb vier und zwanzig Stunden soranzig und widrig wird, daß es kein Mensch gemes-sen kann, da cs übrigens schmackhafter ist, als un-ser Schweinefleisch.
Anat. Die Leber dieses Thieres ist nicht an einem Ban-Demerk. de befestigt, sondern durch eine Haut mit den Wir-beln verwachsen. Es ist keine Gallenblase vorhan-den, das Milz hat kaum die Dicke eines kleinen Fin-gers, und ist doch zwey Handbreit lang. Der Ma-gen hat zwey Fortsätze, wie Hörner. Die dünnenDarmer liegen an der rechten Seite in der Höhe, diedicken aber in der linken, und niedrig; sie halten zu-sammen vier und dreyßig Schuh in der Länge.Das Herz ist eine Handbreit vom Zwergfell entfernt. ,Die Lungen Haben sieben Lappen.
4. Das