Z28 Erste Cl. l V. Ordn. Nagende Thiere.
i. alle in einer Höhle , doch nahe bey einander wohnen,Pastor, durch unterirdische Gange zu hundert Schuh"Mer, sang, miteinander Gemeinschaft haben. Die Art,wie sic ihre Wohnungen bauen, ist zum Erstaunenund fast menschlich. Wir wollen dcsfalls aus denAbhandlungen der königlichen schwedischen Akademievom Jahr 1756. Vol. XV 1 H. einen kurzen Berichtgeben.
Hauser- Sie ersehen sich einen schicklichen Ort an ei-hg!>, ncm jähen Ufer eines Flusses, um daselbst ihr Hauszu bauen. Alsdann gehen etliche Paare in den Waldund fällen Holz. Sie nagen nämlich in einer Viertel-stunde einen Baum, der eine viertel Elle im Durch-schnitt hat, am Grunde rings herum durch, daß erfallen muß, wobcy sie sich wohl in acht nehmen,haß sie nicht erschlagen werden. Bleibt der Bauman andern Acsten hängen, so nagen sie dieselben,wenn sie dazu kommen können, ab, bis er zur Erdefällt; können sie nicht dazu gelangen, so lassen sieden Baum stehen, und suchen einen andern, derfreyer steht. Ist nun der Baum gcfällct, so nagen sieihn an verschiedenen Oertcrn in langen Klötzen durch,zuletzt nehmen sic jeden Klotz vor sich , und spaltenihn mit ihren Zähnen in die Länge, welches sie fsbald, und so gut als Zimmcrlcute bewerkstelligen.Darnach muß das gefällte Holz an das Ufer geschlepptwerden, welches sic mit ihren Zähnen thun , oder siegebrauchen ihre alten Weiber statt der Schlitten,denn diese legen sich auf den Rücken, lassen sichmiteiner Menge Holzsplittern und kleinen Scheiternzwischen ihren Füssen beladen, und alsdann durchdie übrigen an den Beinen fortfchlcppen, daher mandie alten Weibchen allezeit auf dem Rücken fast kahlund ohne Haar findet. Wenn nun das Bauholzfertig und an dem bestimmten Orte ist, so fängther Bau an; ist aber weiter hinunter am Ufer ein