Druckschrift 
Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
325
Einzelbild herunterladen
 

22. Geschlecht. Der Haase. Z25

4. Das ungeschwänzte Kaninchen. I^exus

ZrüllUenIjs.

Brasil,unge-

Dieses hrasikiamscke Kaninchen ist nurdarinnen von wo. r. unterschieden , daß es gar kci- LrskI-nen Schwan; hat. Der Körper ist kurz und dick,die Vord-rfüsse haben vier und die Hinterfüße dreyKlauen. Es ist etwas brauner als das gömeine Ka-ninchen, an der Stirn roch, Hals und Brust sindweiß. Die Einwohner nennen cs 1'apeci oder Ta-hiti. Houston har Hb. l^Xlll. unter dem Na-men eine ziemlich gute Abbildung

davon gegeben. Die Franzosen nennen es kor-eeier Ne8 In6o8, weil es wie ein Schweinchengrunzt. Sonst nennet man es auch Ratzenkanin-chen. Man isset sie wie Spanferkel, und rupft ih-nen nur die Haare ab , ohne den Balg abzustreifen.

Da dieses Thier sehr zahm ist, wird es in Frank-reich hin und wieder als eine Hauskatze gehalten,die Mäuse zu fangen.

1 -

-t-

Zu dieser Art gehören noch mehrere, welche«der Herr Alein den Namen Asrerhaasen und Af-terkaninchen beyleqet, und andere Schriftstellerzählen sonst noch viele Arten dazu, welche bey denPortugiesen Kirres klarco oder Buschratzcnheissen; in West und Ostindien werden sie Oaviagcnennet, und durch die Beynamen-zcuci, ^pcroa, und dergleichen von einander un-terschieden. Brisson macht ein eigenes Geschlechtvon diesen Thieren unter dem Namen Kaninchenohne Ohren, oder mit kurzen Ohren; doch derBitter Linnaus hat sie unter die Clasie der Mäu«fe gebracht, wie wir nachher sehen werden.

XZ

2z. Ge-