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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
280
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und spielen mit einander/ indem sie sich auf,gerichtet umarmen und nachlaufcn. Ihr ordentli-cher Gang ist trag und bedachtsam / wiewohl sie/wenn man sie erhitzt/ sehr geschwinde fortkommcnkönnen.

Gegen den Winter machen sie sich in einerHöhle eine Lagerstatt von Mooß und Bauinblat-tern zurechte/ und bringen die Zeit ohne Trinkenund mit wenigem Fressen mehrenthcils schlafend zu,bis es wieder anfangt Thauwetter zu werden.

Wie weit es mit der Zähmung eines Bärenkann gebracht werden / und wie gelehrig sie zu al-lerhand Künsten sind/ solches ist jedermann bekannt,gleichwie auch der fürchterliche Thon ihres Brüllens,wenn sie unwillig find.

Was die Bärenjagd betrift, so werden siemit Schießgewehr gefallet. Die Hunde müssen zu-weilen ihr Leben durch ihre Klauen einbüssen; sonstwerfen die gehetzten Bären auch mit Erde, Graß-klumpen und Steinen um sich herum, um die Hun-de abzuwehren. Ist ein Fehlschuß geschehen, soläuft der Bär mit voller Wuth an, da man ihndenn mit einem Bajonct muß zu erlegen suchen.Wer dem Bären unglücklicher Weise unter die Füs-fe kommt, wird von demselben todt gedrückt, zer-treten oder mit den Tatzen geschlagen und zerkratzt.

Bey der Zergliederung fand man die Länge ei-nes Bären vom Maule bis zum Schwänze, fünfund einen halben Schuh. Der Schwanz war fünfZoll lang, die Haut auf dem Rücken sehr dick, andem Bauche dünn. Der Magen verhältnißmässigklein, in zweyen vertheilt und inwendig mit einigenErhöhungen, wie bey den wiederkäuendcn Thieren.Die Därmer machen, wie bey dem Vielfraß einen