15. Geschlecht. Der Wiesel. 275
schwarz. Dieser Wiesel ist in allen Welttheilcn, ic>.und bey uns in Europa hinlänglich bekannt. Hermel.
Ihre Nahrung bestehet in Ratzen, Mäusen,Maulwürfen, Fledermäusen und dergleichen, sie sau- x^cnS-gen die Eyer der Tauben aus, hangen sich an den §rt.Hühnern an, und saugen ihnen das Blut ab, jabobren in die Gräber, um die Leichen anzufallen, undhangen sich den Kühen an die Eyter, die Milchauszusaugcn. Ihre Schlupfwinkel sind alte Stcin-ritzen, Heu-und Kornböden, und Viehställe. Siestinken erstaunlich, ^ab. XIV.
D. Muralci, welcher ein Weibchen zerglie- Unat,derte , fand eine lange Brust, eine blasse Leber mit Amnec»sieben Lappen, und kleine Gallenblase. Die Mutter, kung.wie bey einer Katze beschossen, und an den Endender Hörner zwey drüsigte Ballen, in welchen mandie Eyer deutlich sähe. Die Därmer waren einund eine halbe Elle lang. Zu bcyden Seiten waren vier-zehen Rippen, wovon zehen am Brustbeine fassen,und vier kurze. Das Rückgrad vom Kopfe bis zumAfter, bestand aus sechs und zwanzig Wirbeln.
Die Gesichtsnerven giengen abgesondert bis in dieMitte des Gehirns. Das hinterste Gehirn warsehr groß. Die Männchen haben eine beinichteRuthe.
Die Mexikaner essen die Wiesel, und in al-ten Zeiten gebrauchte man das Gehirn, die Lungen,
Leber uud andere Theile in den Arzncyen.
Seba beschreibt noch einen kleinern Wiesel'von Java, dessen Kopf im Sommer dunkelbraun,der Rucken roth, der Bauch gelb, und der halbeSchwanz von oben schwarz ist, welcher vermmhlichauch hicher gehöret, da er im Winter, nach demLinnäus, wcisse Haare bekömmt; eine Eigenschaft,die sonst in den nordischen Gegenden gemein ist.
Denn man weiß zuverlässig, daß auch die weissen nor-
S r dischen