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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
193
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Io. Geschlecht. Der Armadill. 19Z

Di/ Armadillen pflegen sich sämmrlich, nach Art Cig«,.der Igel, wie eine Kugel zusammen zu rollen , und schäfte«um deswillen haben sie Gürtel, welche vermittelsteiner Haut, die sich dehnen lasset, aneinander ver-bunden sind. Sie stecken nämlich den Kopf unterden Bauch, und schließen mit den After an, da siedenn auf diese Art wider den Biß der Raubthieregesichert sind. Die Amerikaner wenden vor, daßeinige giftig wären, andere nicht, und daß sie sol-ches aus der Anzahl der Gürtel wahrnehmen. Dennso wären die achtgürtlichcn gut, die sechsgürtliche»

-aber schädlich. Vielleicht haben sie einen Aberglau-ben an der Zahl. Wenigstens essen sie verschiede-ne, rmd cs ist nicht zu glauben, daß Thiere einer-lei) Geschlechts und eincrley Lebensart so sehr in denBestandtheileu ihrer Safte verschieden seyn sollten.

Ucbrigcns graben diese Thiere, nach Art derKaninchen, gerne in die Erde , und machen in einerMacht schon ein tiefes Loch, so daß man sie in keinenung«bretterten oder ungepstasterten Behälter verwah-ren kann. Sie leben von Ameisen, welche sie vonihrer Zunge und Schwan; herunter lecken, desglei-chen fressen sie Würmer, Insekten, kleine Fischlcin,Baumfrüchie und Beere, und halten sich gern inmorastigen Gegenden auf.

Die Amerikaner pulvern die Schilde, nehmenein Quentchen dieses Pulvers ein, und glauben,daß cs wider die venerische Krankheit helfe. Sonstverfertigen sie aus de« Schilden allerhand Gefäße,und bearbeiten sie wie Schildkrot.