Druckschrift 
Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

5. Geschlecht. Der Elephant. 169

Ocffnung fand sich, daß es ein Weibchen war. Die i.Mutter lag so weit einwärts, daß man drey ein Clcph.halben Schuh bis an den äußern Muttermund maß.

Sie war achtzehn Zoll lang, zehen Zoll breit, undendigte sich in zweyen Hörnern, die aber einen Schuhlang aneinander fortliefen, und sich hernach ersttrcnnctcn.

Das Herz war rund, hielt einen Schuh in dieLange und Breite. Die Kehle war einen halbenSchuh weit, die Luftröhre aber nur drey Zoll.

Das Gehirn war klein, und trug mit dem hin-tern Gehirn nicht mehr als acht Zoll in die Länge,und sechs Zoll in die Breite aus, das Gewicht warin allem neun Pfund. Das Hintere Gehirn war ver-hältnißmässig viel größer als in allen Thicrcn, übri-gens aber hatte cs ähnliche Gänge und Erhöhun-gen, wie bcy den Menschen. Die Augen hatteneine Nickhaut, welche andern vierfüssigen Thicrcnmangelt. Der Rüssel ist mit einer Scheidewandversehen. Durch den einen Gang höhlet derselbeAthem, und durch den andern sauget er das Trinkenein. Dieser ganz Rüssel ist ohne Knochen, und be»stehet aus lauter Sennenartigcn Häuten und Mustkuln, davon einige die Länge herab, andere aber vonder inner» Wand gerade durch bis zur äußern gehen;wodurch das Thier im Stande ist,, denselbennach allen Seiten zu wenden, zu verlängern, ab,zukürzen, oder umzurollen.

Das bekannte Elfenbein kömmt nur von den . Elfen»Zähnen, und Salomon hatte einen Thron davon,indem er alle drey Jahre eine Menge desselben, be-liebst Gold, Silber, Assen und Pfauen (oder Viel-leicht Perpagaven) aus Indien, (vermuthlichaber von der afrikanischen Küste) bekam. Dasbeste Elfenbein kömmt aus Leilon und andern oft-

L ; m»