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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
157
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4. Geschlecht. Die Fledermaus. 157

fliegende Haut ist doppelt, und zwischen der Verdop-pelung gehen die Sennen fort, desgleichen derSchwanz. Die Füssc haben sechs Finger und in je,dem sieben Gelenke, die Versen haben einen sporn-artigen Fortsatz. Die linke Niere liegt niedrigerals die rechte. Die Därme sind gleichweit, undtragen eine halbe Elle aus. Die Mutter der Weib,gen hat zwei) Hörner und einen doppelten Eyerstock.Die Brustmuskcl senket sich in das obere Armbein,und beweget selbiges vorwärts, der drcyeckigte Mus-kel senket sich in den Unterarm und ziehet ihn auf-wärts, der Armmuskel aber drehet den Arm. DieLeber liegt in dem obern Theile des Unterleibes an derlinken Seite.

Der Rircer hält die Europäischen für giftig.Nun mögen wohl giftige Arten unter ihnen scyn,doch werden etliche von den Indianern gegessen.Das Blut derselben ist überhaupt etzend, und dahe-ro behutsam mit ihnen umzugchen. Die Lhineferbraten sie als eine Delikateste. Von dem Herz undder Zunge glauben die Africaner, daß solche gif-tig sind, und dem, der sie genießt, die Wasserscheuerregen soll.

Das Fleisch pflegte ehedem wider die Gicht undVerhärtungen gebraucht zu werden, und plimus,Forestus und Avicenna legen ihnen eine Arzney-kraft bey, allein sic sind in dieser Absicht längst -au-dem Gebrauch gekommen.