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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
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2o Allgemeine Einleitung

Allgc- Sollte cs jemand fremd dünken, daß der Scho-rn e i u e pfer eben ein Thier zum Untergang des anderen schei-„xt erschaffen zu haben, der bedenke den grossen Nu->mg. ^ welcher aus der raubsüchtigen Arr so vielerNutzen Thierc entstehc<. Es würde gewißlich nicht Futtergenug auf dem Erdkrciß seyn, wenn nicht beständigrbi're. grosser Theil durch andere aufgericben würde, und* ' das Verhältnis der Geschlechter müßte wegen der un-gleichen Vermehrung aushörcn, ja dem Astcnschenselbst zur größten Last und Plage werden.

Würden nicht grosse düstere Wolken von lauterMücken und Fliegen in der Ulst herum irren, wennnicht die Spinnen und kleinen Vögel einen grossenTheil derselben verzehret?« ? Würden nicht alle Fel-der, wie in Egypten, mit Fröschen bedeckt seyn, wennnicht die Rcigcr, Störche und Falken diesem Ucbclsteuerten? Wie groß wäre wohl die Menge der Ra-tzen und Mause, wenn er keine Katzen, Igel und der-gleichen gäbe? Wie ungesund würde die Luft seyn vondem häufigen Aas, das allenthalben fällt, wenn dieWölfe, Bären, Füchse, Krähen, Hunde und an-dere Thierc solche nicht zur Speise aufsuchtcn? Wel-che Plage hätten manche Americunische Gegendenvon den vielen stechenden und beißenden Insekten,wenn niä-t gewisse Ameisen von Haus zu Haus allesdurchsuchten, und die Bewohner davon befreycten?

Gefahr« Gefällt es hingegen der Vorsehung die Welt ih-lichkeir rer Unrreuc, Ungehorsams, und Undankbarkcithalber? e r zu strafen, so muß ein Naturforscher nicht minderThkre. erstaunen, wie sich auf Gottes Befehl die Thiereaufeine unerhörte Art zum Schaden der Menschen ver-mehren, oder von vielen Orten her versammle», umeine L erwüsiung anzurichten, die den Menschen inSchrecken setzt. Soll die Frucht und das Gras ver-dorben werden, so find gleich Legionen Mäuse undHeuschrecken bey der Hand. Sollen die Vaumfrüch-

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