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Die PhoLometrie.
Vereinigung der Lichtstrahlen auf der Netzhaut zumdeutlichen Lehen erfodert werde.
' 53 - §-
Man nehme ein Titelbladt von einem Buche,worauf sich Schrift von drey- oder viererlei) Grössebefindet, und bringe dasselbe anfangs in eine solcheEntfernung vom Auge, daß man jede dieser ArtSchriften ohne Anstrengung des Auges vollkommendeutlich stehet: so kann man vorauSsetzen, daß indieser Entfernung jeder auf den Stern im Auge fal-lende Strahlenkegel, der von einem Punct einesBuchstabens kommt, seinen VereinigungSpunct aufder Netzhaut habe. Hiernächst nähere man dasBuch dem Auge, oder entferne eö vom Auge so weit.Laß die kleinere Schrift unleserlich zu werden anfängt,so wird man doch die grössere noch ohne sonderlicheAnstrengung des Auges ganz gut lesen können. Ver-möge dieser und andrer ähnlicher Erfahrungen kannman mit Herrn Iurin in der schon angeführten Ab-handlung vom deutlichen und undeutlichenSehen (M. s. oben den 148. §.) das vollkommendeutliche vom unvollkommen deutlichen Se-hen unterscheiden. Wenn man Kürze halber letzte-res schlechthin das deutliche Sehen nennt; so be-weiset die eben angeführte Erfahrung, daß selbigesbeydes zugleich auf der Entfernung und Grösse dersichtbaren Sache beruhe. Dagegen wird zum voll-kommen deutlichen Sehen nur eine bestimmte Ent-fernung der gesehenen Sache vom Auge erfodert, da-mit sich alle zu einerlei) auffallenden Lichtkegel gehörigeStrahlen genau wieder in einerlei) Punct der Netz-haut sammlen, der Gegenstand mag übrigens groß
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