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356 Die Photometrie.
Der IX. Abschnitt.
Vom Bau des Auges, und den Erscheinun-gen der Grösse und des Glanzes beymdeutlichen Sehen.
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142. §.
/Aine der schönsten Anwendungen, welche man nachder Entdeckung der Gesetze der Strahlenbrechungvon den bisher daraus hergeleiteten Lehren, und be-sonders von der richtigen Theorie der Brechung desLichts in durchsichtigen aus Glase oder einer andernZHaasse verfertigten Linsen, gemacht hat, ist die nä-here Aufklärung dessen, was im innern des Augessowohl beym deutlichen als auch beym undeutlichenSehen eigentlich vorgehet. Die mehr berichtigtenKenntnisse hievon haben ganz vorzügliche Verbesse,rnngen zum Theil älterer ehemahls schon bekannt ge-wesener, znm Theil in neuern Zeiten allererst erfun-dener Werkzeuge, um dem Auge beym Sehenbehülflich zu seyn, zur Folge gehabt. Was imloi 14. §. der Optik die Gesichtsaxe hieß, ist eigentlichkiZ.die Axe einer mehr weichen als harten sehr durch-sichtigen und linsenförmigen Maasse im innern desAuges, die wegen ihrer Durchsichtigkeit den Nah-men der Rrystallinse führt, und in Absicht aufdie Strahlenbrechung eben die Wirkung, wie eineGlaslinse hat. Die Lage dieser Krystallinse im Au-ge ist so, daß ihre Axe zugleich, die Axe des gan-zen Augapfels abgiebt, dessen Gestalt sehr nahe mit
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