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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
Entstehung
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Der VI. Abschnitt.

zweyten dm Wegs/^0. Fangt man nun die bey-den ausfahrenden Strahlenkegel mit einer weißenEbene XX senkrecht auf, so muß sich jeder davon ineinen Kreis Osl, 6^, projiciren, und es wird aufdie Grösse der Winkel Olk, cö/, als die Differenzder gebrochenen Winkel, ankommen, wie weit XXvom Prisma entfernt seyn müsse, damit die beydenKreise Oci, 6^, einander nicht mehr schneiden,sondern völlig von einander gesondert erscheinen. Je-der von den Kreisen würde, wenn das letzte erfolgte,seine eigene Grundfarbe haben, im Gegentheil abermüste wohl die Farbe des Bildes in der Stelle, diezu beyden Kreisen gehört, gemischt und von jeder derbeyden Grundfarben verschieden seyn. Solcherge-stalt wird es begreiflich, wie das lange prismatische 79Sonnenbild Xk entstehen könnte, wenn man an-kiz.nimmt, das Sonnenlicht bestehe aus siebenerlei) Ar-ten von einfachen oder gleichartigen Licht, wovon je-des seine eigene von den übrigen verschiedene Brech-barkeit und Grundfarbe hat. Das Sonnenbild wür-de nemlich aus sieben Kreisen bestehen, deren Mit-telpunkte in grader Linie liegen, jeder davon würdeseine eigene Grundfarbe haben, und zwar von untennach oben, die rothe, dunkelgelbe, hellgelbe, grüne,hellblaue, dunkelblaue und violette Farbe. Wennnun jeder von diesen Kreisen den nachfolgenden schnei-det, so könnten wohl daher in den Stellen a, c, che,/, wo die Kreise einander schneiden, die vermisch-ten Farben und Schattirungen entstehen, und nurvornemlich zunächst bey den Mittelpunkten würde«die Grundfarben erscheinen.