s66 Erste Gründe der Perspectiv.
gegeben seyn muß. Bei) orthographisch - perspektivi-schen Zeichnungen müssen also statt der sonst als be-kannt angenommenen Entfernung des Auges v vonder Tafel, und der Hohe n des Auges über der Fun.damcntalebene, die beyden Winkel « und /Z gegebenseyn.
88 . §.
Um bey den Zeichnungen auf der Tafel die Aehn-lichkeit mit dem Verfahren bey stereographischmZeichnungen beyzubehalten, kann man den Durch-schnitt KD der ersten Verticalebene mit der Tafel,die erste Verricallinie nennen, und in willkür-lich airgenommener Höhe T'K über der Fundamen-tallinie Dd? eine Horizontallinie Kl4 ziehen. Wemman sich alödenn durch KI^ eine horizontale Ebenevorstellet, welche die erste Verticalebene in der aufder Tafel senkrechten graden Linie KO schneidet: sowürde die Projektion stereographisch seyn, wenn dasAuge irgendwo in KO seine Stelle hätte. Wenndagegen das Auge von den in der Fundamentalebeneliegenden Figuren unendlich weit entfernt angenom-men wird; so geht durch jeden H)unct O, dessen Ent-fernung KO von der Tafel endlich ist, einer von denins unendlich weit entfernte Auge lausenden parallelenGesichtsstrahlen. Diesemnach kann man sich jedensolchen Punkt O in KO als eine auf die erste Verti-calebene reducirre Stelle des Auges, KO alsden reducirren Abstand des Auges, und Kals den aus die Horizontalebene reducir-ren Augenpunkt verstellen: auch kann KD diereducirre Hohe des Auges heissen.