124 Erste Gründe der Perspectiv.
ein rechtwinklichtes Parallelepipedum,wovon die Seitenfläche in der Tafel liegt.
Demnach sind die Seitenlinien d, k6, L/,auf der Tafel senkrecht, und laufen in den Augenpunkt:aber LL,d, sind mit der Tafel, also mit ihrer Grund-linie parallel.
Auf der andern Seite der Ebene des Auges istein rechtwinklichtcS Parallelepipedum, des-sen Seitenlinie ar in der Tafel liegt, und dessen Seiten-fläche ae/r gegen die Tafel unter dem Winkel Taevon 6o Graden geneigt ist. Alle mit ae paralleleSeitenlinien müssen also in dem zosten Grade derHorizontallinie zusammen laufen, und die mit »ö pa-rallelen Seitenlinien aufder andern Seite des Auge»-puncts im 6osten Grade. Nachdem man also denSeitenlinien ne, nö die gehörige sänge den Regelndes 29. §. gemäß gegeben hat, wird die übrige Zeich-nung leicht bewerkstelliget.
42. §.
Betrachtet das Auge den innern Raum eines Zim-mers, so wäre es unnatürlich, mehr in die Zeich-nung zu bringen, als das Auge auf einmahl überse-hen kann. Man stellet alsdenn die Sache so vor, alswenn eine von den vier Wänden des Zimmers weg-genommen wäre, damit das Auge von aussen hineinsehen, und auf solche Art die drey übrigen Wände,den Fußboden und die Decke des Zimmers betrachtenkönne. Die z6 Figur stellet ein solches Zimmer per-spektivisch vor, die Breite der vordem weggenom-menen Wand, an deren Statt tMd die durchsich-tige Tafel vorstellt, beträgt 18 Fuß, die sänge desZimmers läuft 21 Fuß in die Tiefe, und.es ist io^
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