118 Erste Gründe der Perspectiv.
zeichnen, als wenn man den geometrischen Grundrißder Figur selbst zeichnen sollte. Bevor man darin»-echt geübt ist, hat es seine Vorcheile, wenn manzuerst den geometrischen Grundriß der Figur für sichallein auf einem besonder» Blatte in der rechten Lagegegen zwei) grade Linien zeichnet, die einander senk-recht schneiden, wovon eine die Grundlinie derTafel, die andre die Grundlinie der Vertikal-flache des Auges, und ihr Durchschnittspunct denLußpuncr auf der Tafel verstellet.
Z4- §-
Selbst krummlinichte Figuren, dergleichen dieKreise und Kreisstücke sind, lassen sich den vorgekra-genen Gründen gemäß perspektivisch zeichnen: manmuß nämlich die Bilder sovieler einander sehr naheliegender Puncte im Umfang der krummlinichten Fi-gur suchen, damit man hicrnächst auf der Tafel durchalle so gefundenen Puncte den Umsang des Bildesder Figur hindurch führen kann. Die Bilder dieserPuncte im Umfang der krummen Linie können ausihren Entfernungen von den Grundlinien der Tafelund der Verticalfläche des Auges gesunden werden,die man um deswillen im geometrischen Grundrißouödrücken muß: ein geübter Zeichner verfällt dabeyaber leicht von selbst auf allerlei) Vortheile, welchedie Sache erleichtern. Für den Kreis kann man zu-erst ans der Tafel das Bild seines Mittelpunkts su-chen, und hiernächst die Bilder so vieler Durchmes-ser als man will, die sich inSgesammt unter gleichenWinkeln schneiden: durch die Endpunkte dieser abge-bildeten Durchmesser läßt sich alödenn das Bild desKreises zeichnen.
Auch
K