Der H. Abschnitt.
lK
M N
d ^ ck«M jkd«
m 0 kl«MibkinbM»M ÄMtl!
L-
rZ
Gesichtsaxe. Vermöge der Erfahrung sehen wirdesto deutlicher, je näher die betrachtete Sache derGesichtsaxe liegt; indessen sieht man auch die ausserder Gesichtsaxe liegenden Sachen deutlich, wenn ihrescheinbare Entfernung von der Gesichtsaxe nicht über4 ; Grade betragt. Demnach ist die Gränze des deut-lichen Sehens ein Winkel von 90 Graden, wovonauf jeder Seite der Gesichtsaxe die eine Hälfte liegt.Gewöhnlich richten wir die Gesichtsaxe gegen die mit-telste Stelle eines Objects, wenn wir es ganz überse-hen wollen, weil wir durch die Erfahrung gelernt ha-ben, daß uns die Stelle einer Sache, wohin die Ge-sichtsaxe trist, am deutlichsten erscheinet, und daßdie übrigen in der Nähe der Gesichtsaxe liegendenStellen sich alsdenn ebenfalls dem Auge deutlich dar-stellen.
r;. §.
Es sey 00 die gegen die Mitte des Objects gerich-tete Gesichtsaxe, k. 0 kvl eine Ebene durch diese Axe, ^
und Ivl die äußersten sichtbaren Puncte der demAuge zugekehrten Oberfläche des betrachteten Gegen-standes in dieser Ebene: so heißt der Winkel bLMder scheinbare Durchmesser, seine Hälfte 00I>oder der scheinbare Halbmesser des Objectsin dieser Ebene genommen. Man nennt ihn den ver-ticalen oder horizontalen scheinbaren Durchmesser,nachdem die Ebene bOIvI vertical oder horizontal ist.Weil von allen Strahlen, die von den äußerstenPuncten h, Ich in der sichtbaren Gränze des Gegen-standes, oder von der Mitte 0 desselben, durch denStern ins Auge kommen, bey Bestimmung des opti-schen Winkels, des ganzen oder halben scheinbarenDurchmessers, nur der eine gebraucht wird, der von
einem