44 '
Der H. Abschnitt.
28 §.
Wenn gleich die Theorie vom Lauf des Wassers^ in offenen Canälen zu grösserer Vollkommenheit ge-Hskh bracht wäre, so würde doch hier beym Vortrage derersten Anfangsg« ünde nicht alles erschöpft werden kön-, nen. Ich glaube aber, daß man noch um so mehr'Fis mich entschuldiget halten werde, wenn ich diese Lehrennicht mit der in der Mathematik sonst gewohnte!«- Schärfe vortragen kann, weil man selbst bey Anwen-mchr tzung der höhern Mathematischen Ersindungskunst aufkk§ ich diese Theorie noch nicht alle Schwierigkeiten hat über-winden können. Auch die natürlichen Aüsse aufder Erde sind offene Canäle, in welchen das Wassert jUkß vermittelst eines beständigen Gefälles fortläuft, bis-kick es sich endlich durch das äußerste Ende eines solchen6-ch Canals, welches die Mündung des Flusses heißt,„ _ in die See oder sonst wohin ergießet. Wegen derirregulären Gestalt des Grundbettes sowohl als auchder Ufer eines solchen natürlichen Flusses, würde es' noch weit mehr Schwierigkeit haben, die Geschwin-digkeit des fortfliessenden Wassers an einer gegebenenStelle desselben nach theoretischen Gründen zu berech-gM nen, wenn es auch bey reguläre«, Canälen schon besserlipck geglückt hätte. Folgende kurze Bemerkungen könnenindessen dazu dienen, auf die merkwürdigsten Um-stände einigermaßen aufmerksam zu machen, die auflick- das schnellere oder langsamere Fließen des Wassers m—seinem Bette Einfluß haben.
Man stelle sich zuerst einen Canal mit ebenen verkica- 104
eine verticale mit den Ufern parallele Durchschnittssigur
29 §.
lenund parallelenÜferflächenvor, uiid ^OHOdlklüsey Iss
2 -
Ee 5
der