Druckschrift 
2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
434
Einzelbild herunterladen
 

434

Die Hydraulik.

Der II. Abschnitt.

Ä-

!i?K^

Md

Vom Lauf des Wassers in Canälenund Flüssen.

21 §.

Canäle, worin die natürlichen Flüsse auf der

Erde fortlaufen, heissen ihre Betten, unddiese haben gewöhnlich eine sehr irreguläre Gestalt;die Canäle aber welche man durch die Kunst anleget,dergleichen z. E. die Mühlengraben, und besondersdie Mahl- und Freygerinne bey Mühlen sind, habendie Gestalt eines rechtwinklichten Parallelepipedi, odersie ist doch wenigstens sonst prismatisch. Ob nungleich sowenig in den natürlichen Flußbetten, als inden durch Kunst angelegten Canälen, alle Elementeder fortfliessenden Wassermasse sich durchgängig aufsgenaueste nach einerlei) Richtung bewegen, so laufendoch in künstlichen Canälen alle vornemlich nach sol-chen Richtungen, die mit dem Boden des Canalsparallel sind. Wenn man sich alsdenn eine Ebenevorstellet, die auf dieser Richtung des Flusses im Canal senkrecht ist, so heißt die Durchschnittsfigur einBreicenprofil des Flusses. Das Langen profilgiebt eine Ebene, die auf dem Boden senkrecht, undmit der Richtung des Flusses parallel, mithin auf demBrcitenprofil senkrecht ist.

22 §.

ivi Wenn das Wasser im Canal 4KLI) so fortfließt,kiZ- daß in gleichen Zeiten durch jede zwey Breitenprofiledes Flusses LL, /M, eine gleiche Menge Wasser läuft,

«liri-

iA

»

^ -Az