Druckschrift 
2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
423
Einzelbild herunterladen
 

Der I. Abschnitt. 425

In eben dem Fall, wenn in Vergleichungmit sehr klein ist, hat man im 8 4- 08

k°6-

ich:-

iMi-

-- 2 ,

KL'

f MW

^kchs

iM

slsli'

lv-

ITÄ

>W

M

und . 2 ist die Höhe, welche der

Geschwindigkeit des durch den Querschnitt KL laufen-den Wassers zugehört. Eben dem Druck ist zugleichder Seitenumfang der Röhre an dieser Stelle auS-geseHt.

n §.

Der im 9 §. gefundene Ausdruck für die Ge-schwindigkeit des auslaufenden Wassers hangt nichtvon der Gestalt des GefässeS, sondern allein von demVerhältniß der obern Oefnuug gegen die untere, lindvon der Höhe der höchsten Wasserfläche über der Oef-nung ab. Damit aber die Bewegung des Wassersin dem Bcharrungsstande, welchen die Rechnung vor-aussetzt, erhalten werden könne, müßte in die obereOefmmg nach der Richtung der centrischen Linie alle-mahl neues Wasser mit der Geschwindigkeit eintreten,

der die Höhe . 2 zugehört. Wenn indessen

Ust!!'ss ie

)

in Vergleichung mitsehr klein ist, so bleibt dieseGeschwindigkeit kaum merklich, und es geilüget, wennauch das Wasser oben nur seitwärts zustiesset. Fer-ner erhellet, daß die im 9 §. gefundene Auflösung alle-mahl diene, die Geschwindigkeit zu finden, auch wenn ^das Wasser durch eine Oefnung im Boden läuft, siesey grade in der Mitte oder seitwärts im Boden be-findlich. Auch wird die Geschwindigkeit eben so ge-funden, wenn die Oefnung in dem Seitenumfang desGesässeö befindlich ist, wie die 98 Figur vorstellet, 98b'.wenn das Wasser in horizontaler Richtung aussprützt.

Dd 4 Gewöhn-

/