Der VI. Abschnitt. 407
>»Ptz OscillationSzeit eines Pendels von der Länge a bezeich-„et, diese länge a — so muß t ^ i Sec. seyn, undman erhält / 2§ ?r//, also die Beschleunigung
^ der Schwere ^ —
Aus dieser Gleichung kann also § gefunden wer-den, wenn/durch Beobachtung nach dem 90 §. ge-sunden ist. Wäre umgekehrt A sonst woher bekannt,
ßw so könnte man / — —^ durch Rechnung finden. Zu-
chkii gleich ergiebk diese Gleichung, daß die Lange des Se-sö» cundenpenhels nur unter der Bedingung ans der gan-tmlr zcn Erde einerley seyn kenne, wofern die Beschleu-Im>Aj nigung der Schwere auf der ganzen Erde einerley ist.li« Wofern also die Länge des Secnndenpendels vielleichtn H« nicht an allen Orten gleich groß befunden wird, sofolgt daraus, daß die Beschleunigung der Schweren- an diesen Orten ebenfalls nicht von gleicher Grosse sey.
^ gz §.
Huygen, der die Lehren vom einfachen Pendel,// welche Galiläus mit den Gesehen der Schwere er-fimden hatte, erweitert, und gewiesen hat, wie mau. > sie auch auf das zusammengesehte Pendel anwenden^ könne, vermuthete noch nicht, daß die Lange des Se-cundenpendelö an verschiedenen Orten würde von ver-schiedener Grösse befunden werden: daher schlug erdiese Lange als das schönste Mittel vor, ein allgemei-v «es Fußmaaß einzuführen. Weil er diese Länge nurM wenig über g Pariser Fuß groß fand, so sollte nachM seinem Vorschläge der allgemeine Fuß den drittenMn Theil der Länge des Secnndenpendels haben, und^ nach seiner Bestimmung verhält sich dieser allgemeine
^ 2 »ß zum Pariser Fuß, wie 881:864. (M. s. bln-
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