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2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
330
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ZZO Die Mechanik fester Körper.

ben allein ein schweres körperliches Element befind-lich wäre. Hat man gefunden, von welcher Höheder Schwerprmct in gegebener Zeit herab fallt, undwelche Geschwindigkeit er durch den Fall erlangt, sohat man eben das für alle übrige Puncte des Kör-pers gefunden, weil sie inögesammt in verticalen un-ter einander parallelen Linien in gleichen Zeiten gleichtief herab fallen und gleiche Geschwindigkeiten er-langen.

2Z §-

Laßt man ein Stück Bley und eine Pstaumleder,oder sonst einen kleinen Körper, dessen Dichtigkeit vielgeringer als die Dichtigkeit des Metalleö ist, in freyerLuftzugleich fallen; so bleibt der dünnere Körper zu-rück, und der dichtere fällt in kürzerer Zeit zu Boden.Diese Verschiedenheit des Erfolgs aber von dem, wasden bisher angenommenen Voraussetzungen gemäßsonst zu erwarten wäre, könnte wohl daher rühren,weil der Widerstand der Luft die Bewegung des dün- -nern Körpers mehr als die Bewegung des dichtemverzögert. Könnte man zwey dergleichen Körper vonsehr ungleicher Dichtigkeit im luftleeren Raum, oderwenigstens in sehr verdünnter Luft fallen lassen, somüßte der Erfolg völlig entscheiden, ob die im 20 §.angenommene Voraussetzung mit der Natur überein-stimme oder nicht. Um Versuche dieser Art in ver-dünnter Luft anstellen zu können, giebt man einem et-was hohen gläsernen Recipienten, wie man sonst aufden Teller einer Luftpumpe setzt, die Einrichtung, daßman oben im inncrn Raum desselben ein Stück Bleyoder Gold mit einer Pfiaumfeder zwischen einer da-selbst angebrachten Zange befestigen, vermittelst einesoben durch den Kopf des Recipienten durchgesteckten

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