Der I. Abschnitt- zi?
heißt die Bewegung des Puncts in der krummen Liniebleibt gleichförmig.
12 §.
Wenn nun gleich diese Schlüsse beweisen, daßein körperlicher Punct, oder ein materielles Element,sich in einer krummen Linie gleichförmig bewegenkönne, so wird dasselbe wegen seiner Trägheit dochnie anders als in grader Linie gleichförmig fortgehen:es muß etwas vorhanden seyn, daß diesen Punct hin-dert in der graben Linie zu bleiben. Ein besondererFall davon ist der, wenn der Punct sich im Kreise be-wegt, und man kann sich auf folgende Art vorstellen,wie es möglich sey, demselben eine solche Bewegungmitzutheilen. Ein zarter Faden Lkl, woran ein klei-ner Körper kl befestiget ist, sey auf einer glatten ho-rizontalen Tafel mit dem andern Ende an einem StiftL so befestiget, daß der Faden, wenn er grade aus-gespannt ist, sich um den Stift, ohne sich aufzuwi-ckeln, wie ein beweglicher Halbmesser eines Kreisesdrehen könne. So lange man nun dem am Endedes grade ausgespannten Fadens befestigten kleinenKörper, der auf der wagrechten Tafel ruhig liegt, kei-nen Stoß giebt, so lange wird derselbe ruhig liegenbleiben, und es ist eben soviel, als wenn derselbe bloßträge, nicht schwer wäre, weil die wagrechte Tafelsein Gewicht trägt. Giebt man aber diesem kleinenKörper kl einen Stoß in horizontaler Richtung KlT'senkrecht auf der Länge LKl des Fadens; so wird der-selbe anfangen, im Kreise umzulaufen, und weil auchwährend der Umlaufsbewegung die Tafel das ganzeGewicht des Körpers trägt, so kann dasselbe die Um-laufsbewegung auf keine Art ändern. Wäre dem-nach beydes die Tafel und des körperS Fläche, wo-mit