Der I. Abschnitt. zoz
2 §. '
Je grösser der Weg ist, den ein Punct mit gleich-förmiger Bewegung in einer gewissen bestimmten Zeitzurück legt, desto grösser ist die Geschwindigkeitseiner Bewegung, und man hat von dieser Geschwin-digkeit einen bestimmten Begriff, wenn man die Grössedes Weges kennt, welchen der Punct in einer solchenZeit zurück legt, die man bey Ausmessung der Zeitüberhaupt durch Eins ausdrückt. Gewöhnlich ist esam bequemsten, daß man die Zeit in Secundcn aus«drücke; mithin durch die Geschwindigkeit der Bewe-gung die Grösse des Weges verstehe, den der Punctin einer Zeitsecunde zurück legt, vorausgesetzt, haßseine Bewegung gleichförmig sey. Wenn nun über-haupt / den Weg bezeichnet, den der Punct in einergewissen bekannten Zeit t zurück leget, und seine Ge-schwindigkeit — r gesetzt wird, so hat man c —
und r ist der Weg, welchen der Punct in einer Se-kunde zurück legt, wenn man t in Secunden auS-drückt: denn es ist vermöge der Voraussetzung t : »
Sec — r: r, also c — —. Wollte man r in Mi-
nuten oder in Stunden ausdrücken, so wäre c — —
der in einer Minute, oder in einer Stunde gleichför-mig zurück gelegte Weg: welches ebenfalls einen be-stimmten Begriff von der Geschwindigkeit giebt.
Diesemnach ist auch/ —r. t, und?-Ge-schwindigkeit der gleichförmigen Bewegung, der zu-rückgelegte Weg und die verflossene Zeit hängen dem-nach so von einander ab, daß wenn von diesen dreyen
Grössen