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2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
237
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Der H. Abschnitt. 2z?

inan nachher das offene Ende fest zugebunden, so kannman zwar von aussen mit der Hand in die Blase Gru-ben drücken: allein sobald der Druck nachlaßt, springtder eingedruckte Theil zurück, die Grube verschwindet,und die aufgeschwollene Blase nimmt ihre Rundungwieder an. Der Erfolg ist anders, wenn man dieBlase vorher nicht verschlossen hat: wird alödenn dieBlase zusammen gedruckt, so fahrt nicht allein einTheil der darin befindlichen Luft zur Oefnung heraus,sondern die Blase behalt auch, wenn der Druck nach-laßt , die Figur, welche man ihr durchs Zusammen-drücken gegeben hakte. Die so augenscheinliche Ela-sticitat der verschlossenen Blase muß also eine Eigen-schaft der darin eingeschlossenen Luft seyn. Wofernnun überdem die Luft gegen den Mittelpunkt der Erdeschwer ist, so wird begreiflich, wie dieselbe dieganze Erde umgeben könne, ohne wegen ihrer Elasti-cität sich auszubreiten, und solchergestalt sich von derErde zu entfernen. Wofern die zunächst an der Erd-flache befindliche Luft schon für sich, ohne weitere Zu-sammenpressung, ein beständiges Bestreben äussert,sich nach allen Seiten auszubreiten, so muß eine Ur-sache in der Natur vorhanden seyn, welche diese Aus-breitung hindert. Nimmt man an; daß die Luft,wie alle andre Massen in der Natur schwer sey; sowird begreiflich, daß eben darum die untere Luft, wennsie gleich sich selbst überlassen sich weiter ausbreitenwürde, vom Gewicht der obern Luft daran gehindertwerde. Wenn also nun Xk.8 die Erdkugel vorstellt, 6ll?»die von allen Seiten mit einer Luftmasse umgeben ist,welche sich bis an die höchste Gränze erstreckt;so finden die Säße des i; und i6 §. ihre Anwen-dung. Wer annimmt, daß die Luft, welche die At-mosphäre