iz6 Die Hydrostatik.
Die Hydrostatik.
Der I. Abschnitt.
Allgemeine Grundlehren vom Gleichgewichtder Kräfte an flüssigenMassen.
«rx ' §-
ZH^enn eine Masse so beschaffen ist, daß sich in dec-selben gar keine Theile angcben lassen, die miteiner merklichen Kraft zusammen hangen; so ist ereine flüssige Masse. Eine vollkommen flüssigeMasse würde diejenige seyn, deren kleinste Theilchmgar nicht zusammen hangen. Dergleichen Massengiebt es zwar nicht in der Natur, weil die Wasser-tropfen davon einen Beweis abgebcn, daß die Theil-chen des Wassers, und andrer ähnlicher flüssiger Mas-sen, allerdings einen geringen Zusammenhang untereinander haben: allein dieser geringe Zusammenhangwird hier nicht in Betrachtung gezogen werden.
2 §.
Alle bekannte körperliche Massen, auch die flüssi-gen sind schwer, und jedes Theilchen einer solchenMasse sinkt, wenn es nicht gehalten wird: es giebtalso in der Natur keine flüssige Massen, deren Theil-chen von aller Wirkung bewegender Kräfte frey wä-ren, so wenig es dergleichen unter den festen Massengiebt. Um aber die Gesetze des Gleichgewicht fürflüssige Massen eben so aus ihren ersten Gründen
aus-