Druckschrift 
2 (1780) Die statischen und mechanischen Wissenschaften
Entstehung
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

2 Die Statik der festen Körper.

dafür zu halten, daß ein solcher Körper einen Tisch,oder was ihn sonst untersiüzt, eben so drücke, wie erdie Hand drückt, wenn er darauf liegt: auch ist derErfolg eben der, wenn man die Unterstüzung weg-nimmt, allemahl fällt alsdenn der Körper gegen dieErde herab.

2 §.

Es muß einen Grund oder eine Ursache geben,warum ein solcher Körper herab fallt, und nicht anseinem Ort bleibt, warum er vielmehr nach untenfällt, und nicht aufwärts steiget, oder sich seitwärtsfortbewegt. Diese Ursache bestehe, worin sie wolle,so ist wohl soviel gewiß, daß der Druck, welchen manempfindet, solange man den Körper hält, eben derUrsache zugeschrieben werden müsse. Eben dasselbe,was den Körper gegen die Unterstützung drückt, dieihn hält, bewegt denselben, sobald die Unterstützungwegfällt. Diese drückende Ursache kann selbst einDruck heissen, und alles, was man sich als einenDruck gegen eine ruhende oder in Bewegung gesetztekörperliche Masse vorstellen kann, heißt eine bewe-rtende Rrafr, oder schlechthin eine Arafc: es mageine wirkliche Bewegung durch diesen Druck verur-sachet werden; oder es mag etwas anders die Bewe-gung hindern, wie die Hand, oder sonst eine Unter-stützung, wenn ein Körper zu fallen strebt: oder esmag die Bewegung einer für sich schon nicht mehrruhenden Masse verzögern oder auf welche Art manwill ändern.

Die Kraft, welche die Körper unterwärts drückt,so lange sie unterstützt sind, und gegen die Erde zubewegt, wenn keine Unterstützung es hindert, heißtdie Schwere: so muß man wenigstens in Gedanken

die

D

B«

-Zis-

R ihm

PLI!

«>«