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Johann Hübners Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexicon : Darinnen sowohl Die Religionen und geistlichen Orden, die Reiche und Staaten, Meere, Seen ... Als auch Andere in Zeitungen und täglicher Conversation vorkommende aus fremden Sprachen entlehnte Wörter ... klar und deutlich beschrieben werden
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Sacconm Sachsen

Sachsen

Lacconk, R'omsm.r initt-v, also heißt einevoll den 4 Landschaften, in welche heulzu Tage Morea oder das alte Peloponne-sus clngetheilt wird. Sie liegt obeu ander Landenge von Corinch an denen Meer-busen von Lepanco und Engia, und be-greift die Gegenden, welche eyemals zuCorintd/Sicyön und Argos gehört hakten.

SsccopNoii, eineSecte unter den Mejsalia-nern, welche sich öfters mit groben Sa-cken bedecken-

L-cKetw, Flecken bey Governolo am Mincio,allwo eine Brücke hinüber gehet,!» Italic-

8»cho/-LäL, siche Lllio.

Sachsa, §neea, Städtgen in Thüringen, inder GrafschaftHovenstein, zwischenNord-hausen und Osterode, dem ChurhauseBrandenburg gehörig. Nicht weit davonist eine Glashütte.

Sachsen, Fäxonc/, war ein altes und streit-bares Volk in Deutschland, welches An-fangs im Holsteinische» gewöhnet, undzum Theil im fünfte» Seculo unter An-führung der bevden Brüder, Hengst undHorst, in grosser Anzahl unter dem Nah-men der Angeln nach Britannien über-gangen, und daselbst 7 Königreiche auf-gerichtet. Sie haben sich aber auch durchDeutschland ausgcbreitet, bis endlich im9 Seculo^mekinrius d-isznuL, von Kay-ser Carl dem Grossen überwunden, undzugleich zum christlichen Glauben bekeh-ret worden. Zu dieser Zeit wurde West-phalen samt den uncer dem Niedersäch-sischen Kreiß begriffenen Ländern zu demHerzogthum Sachsen gerechnet- NachHeinrich des Löwen Fall, ülieb dem neu-Lelehnten Herzog ungesehr das Lanenbur-gisch-und Wittenbergische Gebiet,und die-se wurden hernach in zwev Linien gethei-let, davon dieses an die Landgrafen vonThüringen und Marggrafen von Meissengekommen, das andere nun in Chur-Braunschweigs Besitz ist-

Sachsen, 8»xoni,, ist ein grosser Theil vonDeutschland, der sich vonPohle» undBLH-men bis an das deutsche Meer, und Däne-mark erstrecket, und in 2 Krense abgeson-dert wird,nemlick in denOberfachsischenund Niederfächsischen Rreyß, deren je-der unter die Zahl der zehen Kreyse desHeil-Röm-Reichs gehöret. Der Ober-Eachsische Areyß, Fäxom'cu,

gränzet gegen Westen an denNtedersächsische» Krenß und a» Hessen,gegen Süden an Frauken, gegen Osten anBöhmen und Podien, gegen Norden aberan die Ostsee. Es gehöret zu demselbendas Hevzogrhnm Sachsen,welches nunder Lhuvkreyß, oder auch der wirrenbergische -xreyß genennet wird, dasMarggrafthum Meinen, die StlfreeMevsevuvg undNanmburtz, die stand-Avasschaft Thüringen, die Fürsten«rhümer Anhalt, Lodurs u. QuersUtt,

die 2 lbreyGuedii»burg,djeGrafschaf,tenLarby, Mansfeld, Schwarzbm-n,Srollberg, Gleichen und Hohenstein,die Mark Brandenburg und des Her-zogthumpommern T er Krevß D,re«ctor ist der Churfürst zu Sachsen- DerNiedersächsisch e Rreyß, üu cu/r,,

nictt,/n/error,gränzet gegen Osten an denObersächsischen Kreyß, gegen Süden aneben denselben u. an Hessen,gegen Menenan Westpkalcn und an da- deutsche Reer,gegen Norken aber an Schleimig uns dieOstsee- Dieser Krenß begreist die Hcr-zogrhümerÄraunfchwejg,Lü»el.urg,Magdeburg, Bremen, Mecklenburg,Holstein und Lauenburg, oder dasHerzogrhum Nieder - Sachsen, dieFiirstentbümer Halberstadt u. Ratze-burg, die Lißthümer Hitdesheimund Lübeck, und die Reichsstädte Lü-beck, Hamburg, Mühlhausen, Nord-haußcn undGoßlar Me Directoressind wechsestweise der König in Preus-sen, als Herzog zu Magdeburg, der Kö,mg von Engelland, als Herzog zu Bre-men, jedesmal z Iahr, soiann ist Con-birector,der älteste regierende Herzog zuBraunschweig.

Sachsen, da Hcnogthum, ist eigentlich derBezirk,in welchem Wittenberg dieHaupt-stadt ist An diesem f«. d hastet der Ti-tel des Herzogthnm- und Cbursachsens,samt dem Relchs-ErzmarschaIl-i»nte,undwkrd daher Sachsens Chur-Krenß genen-net. Die sämmtltcken Länder dcoCbur-sürsten in Sachsen werden jekoin - Kres-se eingetheliet, ncmlich in dei-Chur-Krenß,den Thüringischen, denMeißiuschen.denLeipsigischen, den Erztebürst,chen,Dogt-ländischen und Neustädtischen. Die höch-sten geistlichen Gerichte darinnen sindder Kirchciirath nebst dem Oder-Co si«storio zu Dreßdeu, die Consistor a zuLeipzig und Wittenberg; die weltlichenaber der geheimdeNach, die Camm-r,dieLanbes-Negieruna und da-' App- llarivns-Gertchte zu Dreßden, das Ober-Hosge-richte zu Leipzia, das Hssgenckte zuWittenberg. Ben den, nach Laniers CarlVl. Tod entstandenen Irrem,um sowvbl,als auch während dem An. 17-6. zwilchenOesterreich und Preuffen ausqebroäc-nen Kriege wurden die sämtächen Ckur-sächsischen Lande von den Preuffen besetzt,und sehr mitgenommen. „ ^

Sachsen, F-rxon,^, Cöurfurst zu

Sachsen, ist des Heil. Lm- Reicks Erz-Marschall, sein Erbmarschall ab-r derGrafvon Pappenheim, auch ist er dieCrwegenein Parron und dichter der Hof-undFeld-Trompeter, ingleichen ist er befugt,bey Kriegezüge!', wenn der Kayser selbstzu Felde liest, des Reicks Haupt - undRenn-Fahne zu führen. AusdenReimr-Tägen und bey der Kayseri- Prvcchvn