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Johann Hübners Neu-vermehrtes und verbessertes Reales Staats- Zeitungs- und Conversations-Lexicon : Darinnen sowohl Die Religionen und geistlichen Orden, die Reiche und Staaten, Meere, Seen ... Als auch Andere in Zeitungen und täglicher Conversation vorkommende aus fremden Sprachen entlehnte Wörter ... klar und deutlich beschrieben werden
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718 OrdLnes Ordre

«„befohlener Amt oder Psarrstelle, durchAuflegung der Hände anderer Kirchendie-ner, «„gedeutet^

vräm- 5 , oder geistliche Aemter unter den Ca«thollschcii, werden 7. gezäh'ct. Nemlich,4. Oiclme5 Nmoi-5, als Ostiorii, I.-cto-re 5 , Lxorcists: und ^colmks, und Z. Oräi-ncr lVlsjorsx, alö Lubdiocom, Oizccni undki-nb^c-ri, zu welchen allen der Eingangx-c 1 ontursni , oder durch dar Scherengemacht wird.

Ordmyen, Undingen, Stadt, Schloß undReichsherrschaft im Cöllnlschen, i.M-vonKayserkwerth.

vrclonnunce, heisset insgemein eine Verord-nung , Gesetz oder Befehl der Obrigkeit,doch hat es nach Beschaffenheit der Redeauch besondere Bedeutungen. OrttoruiM-«es sind bey den Medicinern, oder Aerzten,diejenigen Regeln der Recepte, welche sieeinem Patienten zur Wiederbringung sei-ner Gefundheitverordne». Bey den Mah-lern die Disposition der Figuren und derDinge, so zu einem Gemahlde gehören.Bey den Baumeistern die geschlckllche Zu-sammenfügung aller Thelle eines Gebäu-des, daß es allenthalben seine Art habe,man mag es oben oder unten, vorne oderHinte» betrachten. Ausser dem hat es nochdrcyerley Bedeutungen : denn >) nennetman in Frankreich die von den Köniaen ge-machten Gesetze und Reglements les Or-dommnces I<o>sux; r) ist diese Orcion-nLuca ein Befehl, den der König mündlichoder schriftlich an den Schatzmeister erthei-let, wenn er jemanden eine gewisse Sum-me Geldes auszahlcn soll; und z) Ooin-cl'Ordonnance sind unter denenFranzösischen diejenigen, welche unter kei-nem gewissen Regiment stehen, sondernbloß aus den OcnLÜLimsL und Odsvrux le-ZM des Königes und der Königin gezo-gen worden. Man hat bey der deutschenMilitz auch Ordonnanzreuter, welche ausihren Quartieren aufbrechen, sich gewisseTage bey dem csmmandirenden Offlcier«ushalten, und dessen Befehl abwartenmüssen, nach Verfliessunq aber ihrer Or-donnanz in ihr voriges Quartier zurückkehren. Oräommirce heißt auch bey derMilitz diejenige Verordnung der hohenObrigkeit, darinne enthalten ist, was denSoldaten in ihren Quartieren und aufMärschen an Fourage und Mundportionsott gereichet werden, auch wie sie sichsonst darinne verhalten sollen, damit keineUnordnung Vorgehen, und dem Ruin derUnterthanen vörgebeuget werden möge.

Ordorf, Vrdroff, kl. Stadt und Schloßin Thüringen, am kl. Fluß Ohr, nahevor dem Thürinqerwalde, ?. Stunden vonGotha, und gehöret dem Grafen von Ho-henlohe aus der Grafschaft Gleichen.

Ordre, ein Befehl. So lagt man: die Sol-daten haben alle drey Ostie, zum

Ordre Oreno^lle

marschiren bekommen, das ist, st- sindzu drey unterschiedlichen malen be dl aetworden, amzubrechen, uud dahin-u°e-hen, wo es der commandirende Generalhaben will; daher die iente Ordre er-warten, so viel heiße, als diedrstteOrdrezum Marsch, weicher sodann, nach Em>plahung derselben, fortgehet.

Ordre äcü-usdlc, ist diejenige Ordnung MidLinie, in welche man die Bataillons undEscadrons aiitdie bequemste Manier ran-giret, wenn die Armee imBegrif ist, demFeind eine Schlacht zu liefern.

Ordre holeil, ist die Verrichtung des Gene«ralniLsors, welcher sich Abends zum Gene-ral verfüget, feine Ordre zu empfangen,»m sie hernach den andern Majore kund zumachen, weiche solche daraus den geringemOfficiers berichten. Sonst ist es auch dieVerrich.'ung desGeneraladjinanttn, wei-cher deswegen stets zu P,erde bey dem Ge-neral ist, seine Ordre zu expediren. Eswird auch der schriftliche Beseht einesOberofficiers eine Ordre genennec.

Ordre de Lkcvolerie , suche Rnrer-Vrden.Ordre, ist ein bekanntes Wort in Wechsel-fachen, wenn sie schreiben, man solle denWechseldrief an Herrn Lids. oder Ordre,das ist, an denjenigen, der vom PrincipalOrdre und Befehl aiizelgeii wird, oder anden er indoßiret worden, bezahlen.Oräurm, Ordunns, Stadt in Spanien, inBlsc ipa, in einer verzichten, aber doch an-genehmen Gegend.

OiLctiouL, also werden IN Südamerika dieEinwohner der Landschaft de soge-neniicc, wegen der grossen Ohren, die siehaben.

OrenovL, eine kleine Türkische Stadt IN derBnlgarey.

OroiliLNL, per Fluß der Amazonen, kio -I-lä? ist einer der größten Flüsse

in Südamerika, welcher in einem Gebürgebey der Stadt Quito in Peru entspringet,und sich zwischen Bresil und Gulana indas Li« del disrc ergeußt.

Orem, Stadt in der Portugiesischen ProvinzEstremadura, auf einem Berge, ,z.M.von Leina.

Orenb.ru, Ohrenbau, Arnbau, kl. Stadtund Amt an dem Fluß Altmühl, im Biß-thum Eichstädt, 6 . Stund, von Nürnberg.Grenburchiieu angelegte Rußische Handeiö-stadt und Festung in der BaskirrsichenTartarey, gegen den Slberischen Granzen.Orsnogus, ksiis, grosser Kluß

in Südamerika, zwischen lens flrms undEuiana, von dem ein Arm sich unter demNamen RioNegro ln den Fluß Amazone,der andere aber bey der Insel Trinidad»,indaslllrrdelhiottergenßt. Erergeußtsich«lle Zahre so stark, daß sich die Einwohneraus ihren Häusern auf die Baume saivirenMüsse». Von diesem Flusse ft'hrecfruchtbares Thril der Landschaft Ämana