366 Anmerkungen.
Strophen mehr, die verschiedenen Stellen des Hymnus in-serirt sind.
56. Lumm! lurgitor. Hymnus in guackragssima. Oliobtov.Dluoick. S. 29.
57. llxmnum oansntes ino.>'t)n'nin. Die Anfangszeile einerjeden Strophe kehrt am Schlüsse jedesmal wieder. Von Bedasind 11 Hymnen bekannt, alle durch eine große Gewandtheitder Diction und eigenthümlichcs Feuer ausgezeichnet. Seinberühmtestes Werk ist die Kirchengeschichtc Brittannicns.
58. Vsni oeatoe. Dieser Hymnus soll die Kraft besitzen,feindliche und bösgesinntc Geister zu bannen und unschädlichzu machen. Er ist vielfach übersetzt, auch in's deutsche Kirchen-lied übergegangen: Komm Schöpfer, heilgcr Geist —Luther.—
59. Ilunsra gratiarum septif. (Vers 9) sind: Gottesfurcht,Frömmigkeit, Weisheit, Tapferkeit, guter Rath, Einsicht, Wis-schcnschaft; in d. Vulgata: Lt rsguissoat super «um Spiritusckomiui, Spiritus sapientias st intolleotus, Spiritus eonsilüst fortituclillis, Spiritus soisntias st pistatis, st rsplslnt sumvuru spiritu timoris ckomin! (s. I-abeio- Obsmnio. Oominsnt.)Oliobtov. Dluoick. S. 41 — 42.
60. Digitus llsxtras Dsi, Olioiltov. S.41—42. Iss. 11,2,IlLoä. 31, Duo. Dv. 11 — Moses soll vom Berge die bei-den Gesctztafeln auf Stein mit dem Finger Gottes geschriebengebracht haben.
61. ^lslia vita.— .Vntiplivna. in rnurts. Antiphonen (wört-lich Wcchselgesänge) sind kurze Sprüche, welche in den cano-nischen Stunden gesungen werden; sie bestehen meistens ansPsalmcnstellcn oder andern kurzen Bibelsprüchen, allein auchans besonder», zu diesem Zwecke verfaßten metrischen Gedich-ten. Die vorstehende Antiphone war ein im Mittelalter beiTraüerfallcn sehr gebräuchliches Lied, wurde aber auch mit-unter von den, dieHeerc begleitenden Priestern vor dem Beginneeiner Schlacht angestimmt, und soll dann eine besondere ma-gische Eigenschaft besessen haben; deshalb auch als Fluch undZaubergejang gebraucht, und als solcher von der Synode zuCöln im Jahr 1316 verboten. Von Luther wurde dieselbeseinem Kirchenliede: „Mitten wir im Leben sind" zu Grundegelegt. In der katholischen Kirche ist dieselbe jetzt nicht mehrim Gebrauch.
62. Oratss nuno OHES. Auch dieser Gesang war in derlutherischen Kirche lange sowohl deutsch als lateinisch im Ge-brauch. Vergl. Baesler, Ferd.: Auswahl christlicher Lieder.