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Neue Sammlung (1865)
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185
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Flavius.

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F-laviuS.

Zur Fnßwaschnng.

Himmel und Erde jauchzt in LustHeut' bei des großen Königs Mahl,Der, reinigend des Menschen Brust,Reicht Lebensnahrung ohne Zahl.

Der Alles schuf durch seine Macht,Verwandelt wunderbarer Weis'

Sein Fleisch und Blut in dieser NachtFür uns zu unsrer Seelenspeis'.

Aufstehend vom hehren Mahls-GenußHat Er die Sterbliche» gelehrtDie Demuth üben, als den FußDes Petrus knieend er begehrt.

Der Jünger folgt den, Rufe bleich,

Als so der Herr der HimmelsweltMit Wasser und dem Tuch zugleichVor ihm im Staube niederfällt.

Die Waschung, Simon, dulde itzt,

Sie zeigt geheimnißvoll Dir an.

Wie Höchstes selbst das Niedre stützt,Wie Staub dem Staube dienen kann.