Druckschrift 
Neue Sammlung (1865)
Entstehung
Seite
91
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Eugcnius.

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Eugeitius.

Allmächtiger König, Gott, der einst die Welt erschuf,

Was ich durch Christum fleh', erhöre meinen Ruf:

Gib mir ein wachsam Herz, Du König aller Welt,

Und gib, das; stets mein Geist vom rechten Licht erhellt.Halt mich im Glauben stark, von falschen Bahnen fern,Der Sitten Reinheit sei stets meines Wandels Stern.Demüthig, mild und wahr und klug zur rechten Zeit,

Sei ich verschwiegen stets, fern von Schwatzhaftigkeit.

Laß die Genossen treu, die Freunde redlich sein,

Und mäßig, sparsam, keusch und fromm der Diener Reih'n.Mich Trägheit nicht umzieh'n, und Armuth mich nicht quälen,Und Lebensunterhalt und Wohlsein mir nicht fehlen.

O halte fern von mir Prunk, Hochmuth, keifend Zanken,Und Neid und Schwelgerei und üpp'ger Lust Gedanken.Laß mich den Einen nicht, und mich kein Andrer kränken,Und weil ich Gutes will, daS Böse niemals denken.Nichts Schlechtes wünschen, thun, im Reden mich bezwingenUnd Dich, mein Sehnen, Dich in Wort und That besingen.Allmächt'ger Nater, laß im Drucke meiner Sünden,

Mich in der Thränen Strom, Erleichtrung, Lösung finden.Gib mir o Herr: die Kraft, die Weltlust zu besiegenUnd leichten Schritt's die Bahn des Lebens zu durchfliegen;llnd wenn am jüngsten Tag die Gräber sich erschließen,