Ambrosius.
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Weist durstermattet alle von sich fort,
Und späht umher in mühsam wilder Flucht,
20 Und findet nicht die Nahrung, die er sucht.
Es stürzt der Jüngling nach der Quelle Rand,Doch seine Labe ach! verschlang der trockne Sand;Die Becher ruhn zerstreut in Ried und Gras,
24 Nun feuchtet sie, ach! nur der Thränen Naß.Vergebens zieht die Heerde ans dem Stall,
Der Wiesen Kraut gewöhnt zu rupfen all',
Doch ach! o Grauen! alles nackt und leer,
28 Verendend wankt sie ans der Trift umher.
Der Bäume Wurzel gierig sie benagt,
Und sucht und schnauft und mühet sich und plagtGekrümmten Gang's sich an dem trocknen Schaft,32 Doch dürres Reis gewährt nie süßen Saft!
So straft der Hunger unser sündig Thun,
Doch Du, o Herr, verleih in Gnaden nun,
Weil größer als die Sünden Deine Huld,
36 Der ächten Buße Lösung aller Schuld!
Des Himmels Schleusten öffne Deine HandUnd gieße,milden Regen auf das Land;
Auf Elis Flehn gabst Du verderbter Zeit40 Den Regen einst: O Herr! gib ihn uns heut'!
Urew'ger, Dir erschalle Lob und Dank,Jmgleichen auch dein Sohn in Hellem Klang.
Und mit dem Geist, dem heil'gen, allezeitDreieiniger Gottheit bis in Ewigkeit!