Ambrosius.
II
Daß nicht dem Geist durch SündenwehDes Wandels Lohn verloren geh!
Wenn er, dem Himmlischen entrückt.Von Schulden Last sich hält umstrickt.
Am Himmelsthor klopf ich nun an,
Den Preis des Lebens zu empfah'n,
O laß uns alles Böse flieh'n,
Und allem Schlechten uns eutzich'n!
II.
Der Du den Himmel gränzenlosErschaffen und der Fluthcn Schoos;Des Meeres theilend fest umkränztAm Rand des Himmels abgegränzt:
Den Sternen wiesest Du die Bahn,Das Bett der Erde Strömen an,Damit durch sie der Gluthen BrandGedämpft versenge nicht das Land.
Nun leite, Allerbarmer, Du,
Auch Deiner Gnade Fluß uns zu.Daß nicht von alter Sünden LastGelockt die neue uns erfaßt.